Freitag, März 28, 2014

"...wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht ..."


Dieser Song von Hugo Hirsch fiel mir heute wieder ein, eben so wie Stephan Remmler's "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei" find ich letztlich passend zum Ereignis: Denn spätestens am Montag, hat es für nicht wenige eben ein Ende. 
Aber auch schon die 3 Travellers wussten vor Jahren musizierend zu berichten: "Nach Regen scheint Sonne" und für den einen oder anderen scheint sie auch bereits wieder. Nur eben nicht da, wo sie in den vergangenen Jahren schien, aber sie scheint wieder und weiter.
Was vor wenigen Wochen noch ein Ende mit Schrecken war, wurde so wenigstens nicht zu einem Schrecken ohne Ende. Am Ende wird somit nun erst einmal Platz gemacht für neue Möglichkeiten und Optionen, nicht nur weil gerade mal wieder Frühling ist. Der ist ja schließlich jedes Jahr um diese Zeit.
Insolvenz oder auch Pleite ist ein Makel und Debakel in vielen Köpfen unserer Zeit und Gegend. Ist aber am Ende nur ein Hinfallen. Das an sich aber ist nicht so schlimm, blöder ist dann schon das liegen bleiben. Also: "Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht?" Außerdem soll es ja auch noch vorkommen, dass man sich nicht nur einmal im Leben sieht

Freitag, März 14, 2014

Kennen Sie zufällig Paul?

Bisher kenne auch ich Paul nicht persönlich, aber ich habe erst jüngst von ihm wieder gehört. Soll interessant sein dieser Typ.
Bisher kenne ich ja so einige Typen. Den Conrad zum Beispiel. Der hat mit seiner bildhübschen Tochter so einige Unruhe nicht nur in mein Leben gebracht. Naja, die holde Maid ist ja auch wirklich nicht ganz ohne und sie macht es auch wirklich ganz schön schnell. Aber immer nur quick - das ist auf Dauer auch nicht das was man will, oder?
Ach ja, dann kenne ich auch Fritz. Da sogar persönlich, also zumindest sein Kartoffelbier. Ganz lecker dieser Gerstensaft aus der Preussenknolle. Obwohl ich ja persönlich eher auf schwarze Äbte stehe oder auch mal auch einen Mord und Totschlag mag. Also nicht, dass Sie mich nun falsch verstehen, ich bin selbst nicht rauflustig, aber ich mag es etwas herber ab und an.
Aber wer verdammt ist dieser Paul? Kennen Sie den? Ich hab zwar schon von dem gehört, wie schon gesagt, jüngst erst wieder. Nur wer ist Paul ?

Dienstag, Februar 11, 2014

Tja die Fräulleins von der Agentur ... - plumper Psychoterror aber sonst kaum Substanz

Schon vor Jahren hatte ich als Dozent regelmäßig mit dem Problem zu tun und hätte können schier wahnsinnig werden: Das Internet-Portal "Jobbörse" des Arbeitsamtes war unbrauchbar, weil so gut wie nie erreichbar oder ständiger "Fehlermeldungsproduzent". Das Arbeitsamt gibt es nicht mehr, es ist jetzt modern und nennt sich Arbeitsagentur. Die besagte Jobbörse gibt es somit auch nicht mehr, dafür eine der Arbeitsagentur. 
Genau diese Jobbörse wurde ich nun aufgefordert zu nutzen. Von der Arbeitsagentur, also jenem Betreiber, der nicht mehr Arbeitsamt sondern Dienstleister sein will. Klar kein Problem dachte ich, erneute Aktivierung meiner Zugangsdaten und dann kann es los gehen. Mehr sollte es ja nicht sein dürfen.
Ich bekam dann auch nach zwei Tagen einen Brief mit meinen Zugangsnamen. Das Passwort sollte mit einem weiteren Brief kommen. Kam es auch, zwei weitere Tage später und mit diesem Brief [natürlich in einem weiteren separatem Brief] auch das sogenannte "Arbeitspaket". Drei Tage lang bekam ich am Portal dann den Hinweis angezeigt, das ein Login nicht möglich sei, aber man den Fehler beheben würde. So begann ich dann etwas verspätet online mein Profil auszufüllen und die Fragebögen [mit den selben Fragen und Antworten wie im Onlineportal] ebenfalls auszufüllen. Warum doppelt? Durch Agentur für Arbeit bin ich gleich am Telefon darüber belehrt worden, dass ich alles auch schriftlich vorzulegen habe, da mir ansonsten die  Versagung von Leistungen droht. Auch war ich aufgefordert worden, alle von mir ausgefüllten Fragebögen mindestens drei Tage vor dem ersten Gesprächstermin in der Agentur vorzulegen. Auch das erfolgte mit dem Hinweis: ansonsten können wir Ihnen die Leistung versagen. Vielleicht einmal einfach zur Erläuterung: Ich meldete mich nicht arbeitslos, ich wagte es, mich lediglich arbeitssuchend zu melden, um keine Fristen zu versäumen.
Der erste Gesprächstermin verlief dann ebenso interessant: Zuerst wurde ich aufgefordert, mich zum 01.April jetzt schon arbeitslos zu melden. Zum weiteren kam die Aufforderung, notfalls auch sofort meinen Arbeitsvertrag selbst zu kündigen, vor dem Kündigungstermin und zum dritten, kam die Aufforderung, sofort auch eine Tätigkeit in einem Callcenter wieder aufzunehmen. Bis auf Punkt eins lehnte ich jedoch die Aufforderungen als unangebracht ab. Was folgte: Der Hinweis auf die Option der Versagung von Leistungen. 
erstes Fazit nach diesem Gesprächstermin: außer plumper Psychoterror wenig Substanz und Kooperationsbereitschaft seitens der Agentur für Arbeit. Letzteres wurde durchaus deutlich gesagt, als man mir mitteilte: "Unser Ziel ist es nicht, ihnen eine Selbständigkeit zu ermöglich. Unser Ziel ist es, sie so schnell wie möglich wieder in eine versicherungspflichtige Tätigkeit zu bringen." Ein Konzept für eine eventuelle Selbständigkeit im Hauptberuf ist bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal abgefragt worden. 
Logisch, bei dem Leitbild und Selbstverständnis der Bundesagentur ...

Samstag, Februar 08, 2014

Auf Wunsch einer einzelnen Dame ...

Soljanka
Soljanka
also seiner Prinzessin, hat Papa nun endlich wieder einmal Soljanka gekocht. Beinahe die halbe Nacht ging dafür bei mir altem Mann drauf und knapp 5 Liter der kleinen Gaumenfreude sind dabei dann entstanden. Nun wartet Papa auf Prinzessin, damit auch sein Hunger gestillt werden kann. Da verstehe doch einer noch die jungen Weiber ...
Im übrigen könnte Sie die Soljanka eigentlich auch selbst kochen, denn beim Oderlandgourmet kann das Rezept dafür, neben vielen anderen leckeren Rezepten, natürlich auch gefunden werden.

Montag, Februar 03, 2014

Eine Geschichte vom Vater #Conrad und seiner Tochter #get-it-quick

Er erzählt so manche Geschichte, die er auf seinem Wegen Stromauf und Stromab des Oderflußes erlebt. 
Seine heutige ist eine davon, wenn Menschen das Licht vor ihnen, als jenes am Endes des Tunnels empfinden. Dieses Licht aber vom ihnen entgegenkommenden Zug ausgeht, der sie dann überfährt und einfach zermalmt. Ohne sie vorher zu warnen, auch ohne zu halten und alles in scheinbar voller Fahrt.
Von diesem Gefühl hat heute der Oderschiffer zu berichten, wenn er die Geschichte "Von Conrad dem Retter, der doch letztlich Totengräber war" in seinem Logbuch erzählt.

Donnerstag, Januar 23, 2014

Ende mit Schrecken: #get-it-quick feuerte heute ca 90 #getgoods.de und #hoh.de Mitarbeiter

"Und Tschüß!" Um es kurz zu machen. Knapp drei Monate nachdem die getgoods.de - Vertriebs GmbH Insolvenz anmeldete, trennte sich nun die Conrad Tochter "Get-it-Qick GmbH" heute von 90 Mitarbeitern am Standort Frankfurt (Oder). Geschlossen wird damit der gesamte Logistik und Servicebereich in der Oderstadt. Das Unternehmen wird sich komplett neu strukturieren und künftig ausschließlich vom Standort Berlin aus operieren. Bis April 2014 soll das alles über die Bühne gegangen sein.

Eigentlich war auch kein anderes Ergebnis zu erwarten, wenn die Conrad-Tochter erst einmal die Bestandsaufnahme abgeschlossen haben wird. Am 04.12.2013 hatte die GiQ ja quasi die Katze getgoods.de - Vertriebs GmbH im Sack gekauft. Die Margen im Onlinehandel sind zu gering, um Prozesse aufwendig und unter Einsatz von Personal zu gestalten. Konsequente Prozeßautomatisierung - war hier Fehlanzeige. Statt dessen exorbitante Firmeneinkaufstouren und Krebsgeschwür ähnliches Wuchern statt gesundem Wachstum des Unternehmens. Geschuldet einem elementaren Managementversagen, unter dem auch hier wie üblich, die Mitarbeiter zu leiden haben, die täglich schon "die Kohlen aus dem Feuer" holen. Die, die sich den sprichwörtlichen Arsch aufgerissen haben, dürfen nun von Arbeitslosengeld und spätestens nach 12 Monaten auch von Hartz IV-Almosen leben. "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr darf nun gehen" - und sich künftig dann von staatlich bezahlten Jobverwaltern drangsalieren lassen.

Die heute geschassten haben zu einem nicht geringen Teil das Unternehmen HTM und danach getgoods von Beginn an mit aufgebaut. Abfindungen gab es für sie nicht. Ebenso gab es keine Arbeitnehmervertretung im Unternehmen. Bisher auch keine äquivalenten Ersatz- oder Nachfolgearbeitsangebote im Unternehmen oder der Region. Wo auch? Das Oderland bleibt somit offenbar das Land der Pleitegeier, in dem Arbeit noch immer konsequent und ausschließlich als  malochende Erwerbsarbeit verstanden wird. Arbeit darf hier noch immer nicht Selbstverwirklichung sein. Genau wie im restlichen Deutschland, wo noch immer als sozial gilt, was Arbeitsplätze schafft. Mit fatalen Folgen für jene, die die eigentliche Arbeit leisten. Denn auch im täglichen Sprachgebrauch werden jene noch immer als "Arbeitnehmer" tituliert, die durch ihre Maloche schaffen und die Leistungen erbringen. Obwohl keiner von ihnen nimmt - sie alle geben. Mit dem Verlust des Arbeitsplatzes aber wird ihnen nahezu alles genommen.