Samstag, Januar 21, 2012

0ma hat ein neues Handy

Eigentlich war dieser online Kauf nichts wirklich aufregendes. Normal mit all seinen Macken - eigentlich. Er hatte dann aber doch kleine "Nachwehen".
Senioren sind für Mobilfunkgerätehersteller und ~verkäufer offenbar keine sehr  interessante Zielgruppe. Versuch doch einer mal, ein "seniorenfreundliches Einsteigerhandy" zu kaufen. Eines mit dem Oma und Opa einfach nur telefonieren können. Ohne Schnick-Schnack, ohne Kamera und neuen Vertrag.
Letztlich fündig bin ich bei getgoods geworden und bestellte am 14.01.2012 ein "Audioline Amplicom PowerTel M4000". Da ich eine schnelle Lieferung wollte, bezahlte ich per Giropay. Das erste Problem trat damit auch schon auf: Das Giropaymodul des Shops lief im Bezahlvorgang auf einen Laufzeitfehler. Die Zahlung war erfolgt, aber im Shop nicht bestätigt. Also, ich durfte noch einmal bezahlen. Sozusagen "einmal kaufen, zweimal bezahlen".
Unmittelbar nach erfolgten Kauf bekam ich auch per Mail die Orderbestätigung. Eine Bestätigung der Geldeinganges erfolgte am 16.01.2012 nicht, aber es kam dann in den Abendstunden die Mail mit den DHL-Sendungsdaten. Am 17.01.2012  war das Gerät da. Schneller kann es kaum gehen, denn der 14.01. war ein Samstag.
Auf meine Mail vom Samstag wegen der Doppelzahlung bekam ich auch schon am Montag eine Antwort - freundlich, kompetent. Nur den zuviel gezahlten Betrag hätte ich schon gern zurück. Am 20.01.2012 war er noch nicht auf meinem Konto. 
Dafür aber am Freitag eine Mail, mit der Bitte den Verkauf bei "idealo & co" zu bewerten. Man bietet mir dafür 10 Euro als Gutschein an. die Idee finde ich ganz gut, aber einen gewissen Beigeschmack hinterlässt sie bei mir dennoch. 
Beendet war die "Aktion neues Handy für Oma und Opa" damit aber nicht, denn die alte SIM-Karte liess sich seit dem 14.01.2012 nicht mehr im Vodafone-Netz einbuchen. Ich kannte das Spiel: Lange nicht oder nur wenig genutzt und Vodafone deaktiviert die Karten gern. Egal ob Guthaben drauf ist oder nicht. Also ab in den nächsten Vodafone-Shop und SIM wieder aktivieren lassen. Hier erlebten wir dann die gesamte Wucht der Kundenfreundlichkeit und Kundenorientiertheit eines Vodafoneshops: Oma im zarten Alter von 78 Lenzen wurde klar gemacht, das die SIM nicht mehr geht, weil das Handy einen Wasserschaden hätte. Einen Wasserschaden -so das Fachpersonal des Shops- erkennt man an einem Handy immer dann, wenn auf dem Akku des Handy ein roter statt ein blauer Punkt ist. Sorry, aber nach dieser Mitteilung am Abend konnte ich dann nicht anders.
Als meine Frau dann am Freitag sich auch noch erdreistete im Shop noch einmal mit dem gleichen Problem aufzutauchen und - wie Frauen dann durchaus sind - den Verkäufer sehr direkt fragte, ob man so erreichen wolle, dass Senioren dann ein neues Handy mit Vertrag nehmen, wurde Ihr klar gemacht, das sie sich doch bitte mäßigen solle, denn man könne sie nun wegen einer böswilligen Unterstellung auch verklagen. AHA!
Nun ja, die SIM ist reaktiviert. Oma geht in diesen Shop bestimmt nicht mehr und ich werde das Gefühl nicht los, das Oma damit nicht alleine ist

Sonntag, Januar 15, 2012

unklare Klarheit oder ungewollte Wahrheit?

Statt einer Antwort auf die am 30.12.2011 gestellten Fragen an Tele2, flatterte uns nun die Mahnung ins Haus. May be, das ist die Antwort des Unternehmens. Sollte dem so sein, dann ist auch dieser Teil des Mahnschreibens in meinen Augen eine klare Aussage, welchen Stellenwert ein Kunde in diesem Unternehmen hat:

Die Hotlinekosten finde ich sehr interessant: Sie reichen der Preisangabe zu folge von 0ct bis 19ct je Minute. Also ich entscheide mich dann schon mal für die 0ct, da das Unternehmen sich offenbar nicht klar entscheiden will / kann. Oder muss ich diese Preisangabe als Verbraucher so verstehen, dass man mit 0ct anfängt und je länger das Gespräch an der Hotline dauert, um so höher ist dann der zu zahlende Minutenpreis? Maximal 19ct je Minute. In jedem Falle ist es für mich undurchsichtig, um nicht zu sagen intransparent.
Zum weiteren finde ich es aus Servicegesichtspunkten sehr interessant, eine 0185 -Vorwahl zu wählen. Der Verbraucher wird dies zwangsläufig immer mit einer 01805 in Verbindung bringen, eventuell sogar verwechseln.
Aber wie war der Satz von Brzinzski doch gleich mal? "Wenn Du die Menschen nicht befriedigen kannst, solltest Du sie verwirren..."? Ich weis es leider nicht mehr genau. Zumindest war der Satz dem sehr ähnlich

Samstag, Januar 14, 2012

Dokumenten-Metamorphose

Die seltsame Verwandlung von Einlieferungsdokumenten ist doch irgendwie faszinierend.  Es sollte ein Einschreiben mit Rückantwort und persönlicher Unterschrift des Empfängers aufgegeben werden.

Der Kunde erhält folgendes Exemplar:



Das Kreuzchen bei Rückschein ist ja schon mal ganz gut gelungen, aber es fehlt denn doch was, oder? Und so korrigiert man dann, als der Kunde nicht mehr da war:


Logisch, wenn daraus eine "Einwurfeinschreiben" gemacht wird, bekommt der Kunde nicht die benötigte Unterschrift. Bezahlen durfte er selbstredend für ein Übergabe-Einschrieben mit Rückschein.

Samstag, Dezember 31, 2011

Happy new year 2012 - nen Rettungsschirm fuer Erna Mischke und Maxe Baumann

Es wird schwieriger werden im neuen Jahr 2012, sagte uns heute unsere FdJ-Sekretärin in ihrer Neujahrsansprache. Ganz früher hätte sie es uns offeriert in einer blauen Bluse, heute tat sie es passend zu den Haaren im goldfarbenen Bluson. Heute ist sie ja auch bunte Kanzlerin.
Wir wissen es seit längerem, fast alles was sie auch in 2011 tat, war alternativlos. Sozusagen stirb oder Rettungsschirm.
Im nun scheidenden Jahr 2011 gab es daher schon Rettungsschirme. Nicht für jedermann freilich, aber immerhin doch für unsere von der globalen Krise so arg gebeutelten Banken.
Vor dem deutschen Grundgesetz sind wir ja alle gleich, die Erna's und die Maxe's und die Banken. Nun sollten wir der fairnesshalber in 2012 daher auch an die Retter der kranken Banken denken. Selbstredend mit einem Rettungschirm. Dem Rettungsschirm für alle Erna Mischke's und Maxe Baumann's. Auch der ist nunmehr alternativlos. Darum sollte er dann auch zugleich bedingungslos sein. Als Grundeinkommen
In diesem Sinne: Guten Rutsch

Montag, November 21, 2011

Ich halte mich ja nicht für #paranoid,

aber was mir heute passierte, lässt mich wenigstens darüber nachdenken.
Wie jeden Tag fuhr ich auch heute meine 35 Kilometer zur Arbeit, als ich etwa 15 Kilometer vor dem Ziel in der Fahrgastzelle des Autos den Geruch von Abgasen wahrnahm. Da ich dies erst einmal auf den vor mir fahrenden LkW bezog, schaltete ich das Gebläse aus und lies nur die Umluft zu. Der Geruch aber blieb und wurde intensiver. Als ich dann an einer Ampel halten musste, stellte ich fest, dass es aus meiner Motorhaube qualmte. O.K dachte ich, die paar Meter schaffst Du noch, denn die Temperaturanzeige ist noch nicht mal aus dem "Motor ist ja noch kalt" Bereich raus. Auf Arbeit angekommen durfte ich dieses Bild vom Motorinnenraum machen:



Toll! Ich hab ja erst vor einigen Tagen 550 Euronen in der Werkstatt gelassen - und schon fehlt der Verschluss für die Motoröleinfüllung. Logisch, dass dann die Lüftung den Fahrgastraum mit Abgasen beglückte, wenn das Motoröl am warmen Motor verbrennen darf. Zum Glück fand ich die Verschlusskappe unter dem Motorblock verklemmt liegend und konnte sie wieder aufsetzen. Dabei stellte ich fest, dass diese Kappe, nicht mehr richtig fest zu machen geht. Wird 'ne feine Arbeit für die Werkstatt werden dachte ich.
Auf der Rückfahrt am Abend aber durfte ich auch noch feststellen, dass ich als Fahrer nicht mehr alle Scheiben mit der eingebauten Steuerung herunterlassen kann. Alles Zufall, oder was?
Ich halte mich nicht für paranoid, aber darüber jetzt mal nachdenken - lohnt vielleicht

Sonntag, September 18, 2011

Nicht kündbar - das 1und1 - Spasstool zur Vertragskündigung

Es ist schon recht Lustig mit dem 1und1 Webhosting. Vor allem wie dort die AGB gestaltet bzw auslegt sind.
Erst verlangt man vom Kunden, er möge eine komplette Datensicherung seiner Webseite machen, bevor er an der dieser etwas ändert. Im Self-Care-Center, bei 1und1 heisst dieses Tool Control-Center, gibt man dem Kunden aber keine Möglichkeit dazu. Dann beruft sich der 1und1-Support auf die Pflicht des Kunden zur Sicherung entsprechend den AGB und verweigert folglich jegliche Hilfe.
Ok - mit derartiger "Professionalität" kann ein Kunde noch leben. Als Kunden sind wir in Deutschland eh nur die zu melkenden Kühe der Unternehmen.
Ich hatte ja dem Unternehmen bereits angekündigt, dass ich meine Hostingverträge dort kündigen werde. Aus den Erfahrungen mit der Datensicherung misstrauisch geworden, kündigte ich erst einmal Domainen, die ich operativ derzeit nicht nutze, per Providerwechsel. Nachdem ich heute den Auth-Code dazu erhalten hatte, die Domain auf dem neuen DNS auch eingerichtet worden war, startete ich den KK. In wenigen Minuten war dieser auch erfolgreich durch. Die Bestätigung vom DeNic-Robot kam schneller, als mein Script war, welches die neue Domain auf dem neuen Zielserver anlegte. Ich wollte schon begeistert sein, wie schnell man doch von1&1 wegkommen kann.
Nur gut, ich war es (noch) nicht.
Als nächster Schritt kam ja nun die Kündigung des noch bestehenden Hostingvertrages im 1&1-Vertragstool. Der Hoster hatte mich ja bei Beantragung des Providerwechsel darauf hingewiesen, dass damit der Vertrag als solcher nicht gekündigt sei. Der Domainvertrag hat zwar keine inklusiv Domain mehr und diese kann auch nicht kostenlos durch eine andere neue Domain ersetzt werden, aber der Vertrag besteht weiter. Sozusagen ohne Inhalt und ohne Leistung von 1&1. [als Kunde habe ich dann selbstredend die Ehre dennoch zu bezahlen] Okay dachte ich mir, genau das wollen wir ja nun verhindern und diese leere "Vertragshülle" kündigen. Ich dachte es mir so, weil ich dachte das es geht.
Im 1&1 Vertragstool eingeloggt, klickte ich frisch, frei und munter auf den entsprechenden Vertrag. Doch was ich nun angezeigt bekam, fand ich einzigartig drollig:

Da wollen die also, dass ich den Providerwechsel storniere, also rückgängig mache, damit ich danach den Vertrag eventuell kündigen kann? Für wie bauernschlau hält sich dieses Unternehmen eigentlich? Ist das die Kundenorientierung die Marcell D'Avis meint?

Samstag, September 17, 2011

Verloren gegangen... - Kundenservice Erfahrungen mit dem 1&1 Support

Offenbar war ich zu naiv. Ich glaubte an das, was ich miterlebte und selbst ausprobieren konnte. Die Qualität und der Umfang der Selfcare-Services, ich war durchaus begeistert. Mir gefiel es und daher hiess ich es für gut. Dem Unternehmen, das dies als Webhoster anbot vertraute ich. Es passierte auch nichts und wenn, so dachte ich in meiner Naivität, dann gibt es eine Datensicherung beim Hoster und der professionell arbeitende Webhosting-Support kann die alte Version wieder einspielen. Und was er kann, das macht er. Es arbeiten ja schliesslich Profis dort.
Ich glaubte es
Spätestens nach den Ereignissen dieser Woche weis ich aber, beim Webhosting-Support arbeiten keine Profis. Zumindest keine, die ich für solche halten würde. Dort arbeiten Schauspieler - Wortakkrobaten - Nettigkeitfanatiker. Die Anzahl und korrekte Platzierung von "Bitte" - "Danke"- "gern geschehen" im Kontakt mit dem Kunden ist wichtiger, als aktives Zuhören und Orientierung am Kundenproblem, um dies gemeinsam mit dem Kunden erfolgreich zu lösen.
Nachdem durch einen Fehler bei der Neuanlage einer Seite im Content-Management-System zwei Seiten neu angelegt worden waren, wollte ich eine davon löschen. Aber wie das so ist: Passiert ein Fehler kommt auch gleich ein zweiter hinzu: Nicht nur die zuviel angelegte Seite ist gelöscht worden, sondern auch gleich alle Inhalte unter dem Menüpunkt "Service". In diesem Zweig befanden sich die Dokumente für einige Subdomainen. Darunter Anleitungen zur Nutzung von 1&1 Hostingprodukten, Schulungs-Skripte aus meiner Tätigkeit als Dozent, Scripte von Vorträgen und einige weiterführende Links. All diese Dinge sind nun erst einmal weg.
Da ich den Button "Wiederherstellungspunkt setzen" oder auch den Button "Datensicherung" bisher nicht im Self-Care-Center gefunden hatte und habe, wendete ich mich per Mail und dann auch telefonisch an den - so glaubte ich wirklich noch immer- professionellen 1&1 Webhosting-Support. Man teilte mir dort jedoch gleich mit, dass die Datensicherung nicht Aufgabe von 1&1 wäre. Auf meinen Einwand, dass eine solche Option in DIY und dem CC nicht vorhanden sei und der Hoster doch wenigstens ein Backup haben müsse, welches man einspielen könne, versprach man mir, nachdem ich auch klar machte, dass der Vorfall für mich ein Kündigungsgrund darstelle, dies zu prüfen. Gleichzeitig teilte man mir mit, dass man nicht daran glaube, dass genau dies geschehen würde.
Okay, dachte ich, warten wir es doch ab. Profis brauchen auch Zeit.
Bereits am folgenden Tag, erhielt ich schon eine Antwort auf meine Mail:
"...vielen Dank für Ihre E-Mail. Diese beantworten wir Ihnen gerne.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen nicht das gewünschte Backup zur Verfügung stellen können.Bitte denken Sie zukünftig daran, regelmäßig ein Backup Ihrer Daten durchzuführen.Ebenfalls weise ich Sie auf unsere gemeinsam getroffene Vereinbarung innerhalb unserer AGB unter Punkt 10.4 .
Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen dieses Mal nicht weiterhelfen können."
Im Grunde hatte ich nach dem Anruf keine andere Antwort erwartet. Obwohl ich doch hoffte. Ich nahm mir daraufhin den erwähnten Abs 10.4 der AGB vor, um nachzulesen:
"10.4
Der Kunde verpflichtet sich, von 1&1 zum Zwecke des Zugangs zu deren Dienste erhaltene Passwörter streng geheim zu halten und den Provider unverzüglich zu informieren, sobald er davon Kenntnis erlangt, dass unbefugten Dritten das Passwort bekannt ist. Sollten infolge Verschuldens des Kunden Dritte durch Missbrauch der Passwörter Leistungen von 1&1 nutzen, haftet der Kunde gegenüber 1&1 auf Nutzungsentgelt und Schadensersatz. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass es ihm obliegt, nach jedem Arbeitstag, an dem der Datenbestand durch ihn bzw. seine Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen verändert wurde, eine Datensicherung durchzuführen, wobei Daten, die auf den Servern von 1&1 abgelegt sind, nicht auf diesen sicherungsgespeichert werden dürfen. Der Kunde hat eine vollständige Datensicherung insbesondere vor jedem Beginn von Arbeiten von 1&1 oder vor der Installation von gelieferter Hard- oder Software durchzuführen. Der Kunde testet im übrigen gründlich jedes Programm auf Mangelfreiheit und Verwendbarkeit in seiner konkreten Situation, bevor er mit der operativen Nutzung des Programms beginnt. Dies gilt auch für Programme, die er im Rahmen der Gewährleistung und der Pflege von 1&1 erhält. Der Kunde wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bereits geringfügige Veränderungen an der Software die Lauffähigkeit des gesamten Systems beeinflussen kann."
Spätestens jetzt war ich doch baff und wach. Das Risiko der Datensicherung wälzt 1&1 bei seiner DIY-Homepage vollständig auf den Nutzer ab. Weiterhin macht 1&1 auch den Nutzer der von 1&1 bereit gestellten Software des verwendeten CMS für die volle Funktionstüchtigkeit des CMS verantwortlich. Zumindest verstehe ich diese Mail so. Ich fragte daher den Support:
"bitte teilen Sie mir mit, wo und wie ich bei einer 1&1 DIY-Homepage ein Backup selbst erstellen kann.
Ich setzte Sie hiermit gleichzeitig in Kenntnis, dass die gesamte Konversation zum Thema im Internet veröffentlicht werden wird."
Die Antwort kam einen Tag später auch prompt:
"indem Sie die Texte und Bilder etc. lokal speichern.
Ein Backup inklusive aktueller Konfiguration anzulegen ist in den Do-It-Yourself Paketen nicht möglich."
1&1 verlangt vom Kunden eine vollständige Datensicherung anzufertigen, räumt aber gleichzeitig ein, dass diese Option gar nicht von 1&1 zur Verfügung gestellt wird. Der professionelle Support von 1&1 erhebt somit das Abspeichern von Texten und Bildern zur vollständigen Datensicherung. Sorry, aber spätestens hier fehlen mir die Worte, um halbwegs sachlich zu bleiben. Ich möchte nun auch nicht mehr darüber nachdenken, wie 1&1 selbst seine Daten sichert. Meine Antwort war daher folgende:
"genau diese Antwort hatte ich von Ihnen erwartet. Offenbar nennen Sie 20 handgeschriebene Seiten auch Datensicherung.
Was Sie mir hier als "Datensicherung" andichten wollen, nenne ich im freundlichsten Falle "Contentdoubletten" aber nicht Datensicherung, geschweige denn Backup, wie von Ihrem Kollegen Herrn .......... beschrieben.

O.K. Der mangelhafte und unprofessionelle Webhosting-Service von 1&1 wird auch bei mir seine Früchte tragen. Derzeit habe ich persönlich bei Ihrem Unternehmen noch 11 Verträge - in wenigen Monaten dann gehabt...."
Es wird nun an 1&1 liegen, ob ich nur die Verträge und Bestandteile vollständig kündige, die 1&1 Webhostingprodukte beinhalten. Den DSL- und Mobilfunksupport von 1&1 brauchte ich als Kunde noch nicht wirklich, aber die Option auch dort mich als Kunden zu verlieren, ist derzeit sehr wahrscheinlich. 1&1 wird das Ganze am Ende wohl kaum interessieren, denn man will ein Massengeschäft. Als Kunde erwarte ich aber Professionaliät

Samstag, Oktober 16, 2010

Rechststaat? - Welches Recht? Wir sind das Amt und machen unser Recht selbst

Es ist ja grundsätzlich gut, richtig und lobenswert, wenn es unseren ohnehin überlasteten Sozialgerichten gelingt, innerhalb einer Jahresfrist Klagen zu bescheiden. Es wäre aber noch besser und aus meiner Sicht auch Aufgabe eines Gerichtes, dabei auch auf die Klagegründe einzugehen. Ich hoffe, genau das geschieht, aber warten wir es ab.
In einer am 10. August 2010 von mir bei zuständigen Sozialgericht eingereichten Klage führte ich als Gründe an, das ich es für unverhältnismäßig erachte, wenn ein Widerspruch erst mit einer Frist von 4 Jahren und 6 Monaten beschieden wird. Hier einmal zur Erinnerung: Wir Bürger haben nach Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes innerhalb einer Frist von 4 Wochen Widerspruch einzureichen, also uns abschliessend zu entscheiden. Wer von uns danach kommt, hat halt Pech. Als einen weiteren Grund führte ich an, dass ich es für nicht konform mit Artikel 3 GG halte, wenn es Partnern aus eheähnlichen Lebensgemeinschaften per Gesetz unmöglich ist, im Falle der wirtschaftlichen Unmöglichkeit eines Partners, diesen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung familienversichern zu können. Für Konform mit Artikel 3 GG erachte ich es, wenn hier eine Gleichstellung unverheirateter und verheirateter Paare gesetzlich bestehen würde.
Interessant ist für mich in jedem Falle die Begründung einer gerichtlichen Entscheidung. Diese lieferte das zuständige Sozialgericht in Frankfurt an der Oder bisher nicht, denn das Verfahren läuft noch. Antworten hierauf, lägen aus meiner Sicht unter anderem im Bereich eines für jeden Bürger auszuzahlenden bedingungslosen Grundeinkommen und würden wirkliche Chancengleichheit in unserer Gesellschaft bedeuten. Dennoch fordert die beklagte Seite, also der Landrat, bereits gestern unter Androhung von Zwangsmassnahmen die Zahlung des für mich immer noch strittigen Geldbetrages und nimmt damit eine gerichtliche Entscheidung vorweg.
Also: Bürger halt's Maul, zahle Steuern und nimm an den Wahlen teil, aber hinterfrage gefälligst nichts. Wir sind das Amt und Gerichte interessieren uns nicht!

Freitag, Oktober 15, 2010

Umgang mit dem Bürger: Warum verbindlich bleiben? - eskalieren lassen ist doch besser

Ich bin einfach begeistert! Es ist offenbar für die Mitarbeiter der Verwaltung des Landkreises Oder-Spree eine Genugtuung und Freude, die Bürgerinnen und Bürger Ihres Kreise eskalieren zu lassen. Ihnen geht offenbar sprichwörtlich "Einer Ab", wenn Sie schriftlich formulierte Zusagen ad absurdum führen können.
Am 12. Juli des Jahres 2010 nach Christi Geburt [also in diesem Jahre] gelang es schon der Kreisverwaltung einen Widerspruch aus dem Januar des Jahres 2006 abschliessend zu bearbeiten und abzulehnen. Am 19. Juli 2010 flatterte dann auch sogleich die entsprechende Zahlungsaufforderung herein. Welch atemberaubende Bearbeitungsgeschwindigkeit - ich bin heute noch immer ganz benommen.
Da wir Bürger ja nicht ganz so schnell arbeiten dürfen wie die Damen und Herren unserer Verwaltungen,- unsere Aufgabe ist es ja ausschliesslich das Maul zu halten, Steuern zu zahlen und aller vier Jahre fröhlich ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel z.B. des Landkreises zu machen - lies ich mir bis 23. Juli 2010 Zeit, um eine "einstweilige Aussetzung des Vollzuges der Zahlung" zu erwirken, die ich auch am 27. Juli 2010 erhielt. Mit der Auflage natürlich, dass dies nur gelte, wenn ich gegen den Ablehnungsbescheid Klage beim zuständigen Sozialgericht einreiche. Dies tat ich als wohlerzogener und friedlicher Bürger denn auch fristgerecht. Durch das Sozialgericht ist erwartungsgemäß noch nicht abschliessend beschieden worden [ es sind ja auch noch keine 4 Jahre vergangen -gell? ], aber am heutigen Tage konnte schon einmal die Kreiskasse mir die Zwangsvollstreckung androhen, wenn ich nicht binnen einer Woche, entgegen der schriftliche Zusage vom 27. Juli 2010, vollständige Zahlung leiste.
Nur eines trübt meine Begeisterung derzeit noch ein wenig. Aus den Ereignissen in Stuttgart lernte ich, dass es die deutsche Politik und Verwaltung heutzutage für angebracht und sinnvoll hält, gegen ihr widersprechende Bürger knüppelschwingende Bereitschaftspolizisten mit Pfefferspray und Wasserwerfern einzusetzen - in Brandenburg hat man offenbar noch immer nur Zwangsvollstreckungen. Wir sind in Brandenburg also wirklich wahrlich arm dran. Dennoch, ich bin auch ein wenig beruhigt: Verbindlichkeit, Handlung in gutem Treu- und Glauben, Rechtssicherheit - all das sind nun mal wirklich antike Begriffe aus längst vergangenen Tagen in unserem Lande. Und die knüppelschwingenden Bereitschaftspolizisten kann sich Brandenburg vielleicht nicht mehr leisten, es fehlt ja noch mein Geld

Sonntag, August 29, 2010

Wintervorrat angeschafft

Heute haben wir unseren Marmelade-Wintervorrat gemacht. 24 Gläser und vier Schalen [weil die Gläser nicht reichten] Marmelade. Der Sommer scheint ja in diesem Jahr eh vorbei zu sein [hatten wir überhaupt einen?? - ahja einige Wochen Tropenhitze]. Vieles was geerntet werden sollte ist kurz zuvor im Regenwasser versoffen: Bis auf die Aroniabeeren und der noch vorhandene, weil noch nicht erntereife, Kürbis. Das Rezept für die Marmelade habe ich dann auch gleich in die neue Rezeptsammlung getan. Ich find' die Übersicht dort besser gegeben, als hier nur im Blog.
Zu was der Kürbis aber in diesem Jahr verarbeitet werden wird, ist derzeit noch nicht klar. Vielleicht kommt dabei auch wieder ein wenig Marmelade raus, weil was Süsses für die Leckermäuler bei uns, sollte auch abwechselungsreich sein

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