Samstag, Februar 17, 2007

who(m) can you trust? (3) - Wo liest du deine Post? - Deine Spuren im Netz....

Der Dienst e-Mail ist wohl am häufigsten genutzte Kommunikationskanal neben dem Telefon. Via e-Mail tauschen Menschen nicht nur einfach private Informationen aus, zunehmend wird diese Form der Informationsübermittlung auch genutzt, um sensible private Daten auszutauschen. Dazu zählt unter anderem die Bewerbung per e-Mail.
Elektronische Post zu versenden und zu empfangen, ist immer der in der Lage, der über einen sogenannten e-Mail-Account bei einem Dienstanbieter verfügt. Solche Dienstanbieter sind nicht nur MSN (mit hotmail), Web.de und GMX, auch Mobiltelefonanbieter wie e-Plus, O2 oder Vodafone können dies sein.
Nun ist eine per elektronischem Versand via Internet übermittelte Nachricht, ja nichts weiter als eine virtuell gefertigte Postkarte, wie sie vor etw 20 Jahren durchaus häufig geschrieben worden ist. Die mit einer e-Mail transportieren Informatinen innerhalb dieser Mail, sind prinzipiell ebenso einfach von jedem lesebar, der in den Transportprozess dieser Nachricht eingebunden ist, wie auch jedem lesbar, der Postkästen verwaltet und von daher Zugriff auf die Inhalte solcher "Informationslagerstätten" hat. Der heimische PC sollte hier immer noch die sicherste "Informationendlagerstätte = Archiv" sein und nicht der öffentliche e-Mailaccount.

Manch einer der mit einigen Lebensjahren versehen Internetnutzer kennt sicherlich den Schlager mit den Zeilen: "Deine Spuren im Sand...". Wie aber verhält es sich nun mit unseren Spuren im Netz? Wie annonym sind wir hier?
Schenkt man dem allgemein verbreitetem Gedanken volles Verrtauen: "Im Interent ist alles annonym", so sollte nichts schlechter nachvollziehbar sein, wie die Spuren im Netz. Weit jedoch gefehlt! Sollte -wann immer dies auch sein mag- dem Begehren einiger ( nicht weniger und nicht einflussloser ) Politiker gesetzlich verankerte Realität verschafft werden, so dürfte ein jeder in elektronischen Kanälen / Medien Infomationen austauschende Erdenbewohner auf deutschem Boden, gläserner denn je sein.
Staatliche Infomationsdienste / Geheimdienste und ähnliches hätten dann, uneingeschränkt das Recht, der jederzeitigen und vor allem unwidersprechbaren Möglichkeit des Zugriffes auf alle in elektronisch lesbarer Form gespeicherten Infomationen, egal wo diese lagern. Das Bundesverfassungsgericht widersprach einem solchen Ansinnen der Realitätszulassung in den vergangenen Tagen jedoch. Aus Erfahrung sollte man sich auch hier jedoch bessser der Frage durchaus stellen: Wie lange hat ein solcher Richterspruch parktischen Bestand? Denn unsere Spuren im Netz können ja auch anders gesucht und gefunden werden.

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