Montag, März 26, 2007

Krauses Ankunft in Europa und die Bedeutung der kleinen Gallier

Europa feierte am Wochenende, besser gesagt in Berlin feierte man Europa. 50 Jahre ist es her, als die europäische Idee eines vereinten Europa in den Römischen Verträgen vertraglich geboren wurde.
Die eigentlichen "Geburtshelfer" des vereinten Europa, die Menschen zum Beispiel in Frankreich, Holland, Italien, stehen ihrem gemeinsamen Sprössling derzeit skeptisch gegenüber. Ihnen ist nicht wohl, sie sind nicht wirklich angekommen in "ihrem Europa". Nicht anders geht es den einfachen Menschen in Deutschland, Polen, Ungarn usw. Warum?
Europa macht Angst. Es weckt Hoffnungen bei den kleinen Leuten, es schafft Tatsachen für Politik, Industrie und Wirtschaft, aber es schafft keine Sicherheiten für die betroffenen und nun verängstigten kleinen Leute, die Krauses eben nund nicht bei den Krupps. Das politische Europa hat es vor allem in den vergangenen etwa 15 Jahren ganz einfach versäumt, an die Interessen der Krauses zu denken, es erfüllte vornehmlich die Wünsche der Krupps. Während sichere Gewinne für Aktonäre à la Krupp garantiert sind, sind sichere und dauerhafte Arbeitsplätze für Krause nicht mehr da. Von Krause liess sich das politische Europa wählen, für Krupp hat es Annehmlichkeiten gebracht. "Eine Revoluton frisst ihre Kinder..." heisst es .
Nicht ganz so ist es in Europa, dem heutigen. Es ist einfacher und komplizierter zugleich: Bevor die Menschen Politik treiben wollen, wollen sie essen, sich kleiden und wohnen. Das aber können Krauses nur, wenn ihnen Arbeit und Einkommen sicher sind, garantiert quasi. Das genau vermissen Krauses in dem Europa, welches in den vergangenen Jahren territorial expandierte aber nach innen nicht gefestigt ist.
Schafft es Europa nach innen sich zu festigen, und nun auch für Krause begreifbare und erlebbare Perspektiven zu schaffen?, Oder ergeht es Europa wie dem "alten Rom" zu vor: Das Römische Reich der Cäsaren zerfiel und es scheitete nicht nur an Gallieren wie Asterix und Obelix.

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