Freitag, Juli 13, 2007

Otto Reutter und die Tücken der Schönen mit dem italienischen Blut

Geiz macht ja angeblich geil, aber mancher wird es vielleicht auch erst, wenn junge Damen mit Ihren Reizen nicht geizen. Offenbar so erging es dem guten alten AOL, als die aufreizende, junge und bildhübsche Alice um den alten Buhlte. Für sie hieß die Devise frei nach Otto Reutter: "Nehm se'n Alten..."
Nun ja, die junge norddeutsche Dame mit dem italienischen Blut, krempelt der Zeit das kundenreiche AOL ganz schön um. Alte AOL-DSL-Anschlüsse werden zu preiswerten Alice-DSL-Anschlüssen, behäbige Modemverbindungen mit pfeifenden Einwahlgeräuschen wandeln zu lautlosen Alice-Datenautobahnauffahrten. Doch leider wissen die Brautwerber der schönen Nordischen nicht immer so genau, was sie an Mitgift dem Kunden geben. Den einern kümmert es nicht, den anderen aber verärgert es, weil er sich an so manches zuvor gewöhnte und mit der Zeit lieb gewann und nun so gar nicht mehr missen möchte. Aber Geiz macht ja eben geil, obwohl, wer geil ist ja nicht auch noch geizig sein sollte.
Die Senkung der Kosten würde sicherlich jeder verschmerzen, belibt doch dann für andere Dinge mehr übrig. Aber es ist eben nicht nur das Geld, was sich verringert. Auch einige Funktionen, die AOL von anderen Providern unterscheidungsfähig machte fallen der Verjüngungskur ebenso zum Opfer wie die uneingeschränkte Nutzung der guten alten AOL-zugangstechnik. Im April verwand der AOL-Hotspot ersatzlos und nun ist auch der Gastzugang in der AOL-Software dabei sich zu verabschieden. In jedem Falle ist er weg, wenn der AOL-Nutzer zu Alice mit dem DSL-Anschluß gewechselte und so manchen verwundert das zu tiefst, wenn er nutzen will, was er lange nicht gebrauchte und nun nicht mehr vorhanden ist. Mal abgesehen von den Turbolenzen die eine Fusion von zwei unterschiedlichen Zugangs- und Abrechnungssystemen eh schon verursacht, kommen dann solche noch hinzu. Es ist also was los, ja es steppt geradezu der Bär im Haus "old AOL" das nun Alice heisst, denn es wird Hausputz gemacht, es wird halt renoviert und eine junge Schönheit schwingt das Zepter. Aber keine Angst, es ist schon so wie einst Otto Reutter couplettierte:In fünfzig Jahren ist (nicht) alles vorbei



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