Mittwoch, Juli 04, 2007

Stadtumbau und Demokratie

Anmerkungen zu:
Sie (die Stadtverordneten) sollen leider draußen bleiben: Die AG Stadtumbau wehrt sich gegen äußere Einmischung - Eisenhüttenstadt Blog

Es ist sicherlich nicht Jedermann(frau) recht getan, jedoch inzwischen mehr als offensichtlich, das der sogenannte "Stadtumbau" auch andere Seiten als die offiziell beschriebenen hat.
Art und Weise sowie Tempo des eigentlichen Stadtabrisses - dieser Begriff erscheint mir ehrlicher als die offizielle Sprachregelung, welche Bilder von einem eher behutsamen Verändern (also erhalten und erneuern) assoziiert - haben vor allem ein Ziel: effiziente Verwaltung des vorhandenen und stetig sinkenden Wohnungsbestandes. Mit anderen Worten verdeutlicht: Wohnungsbestand gering halten, damit eine latente Nachfrage nicht generell gedeckt werden kann, wodurch Mieten ruhig hoch gehalten werden können, die Mieter zahlen es ja eh.
Bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens ist demokratisches Verhalten und Prozedere in jedem Falle schon deshalb kontraproduktiv, weil hierduch schon im Ansatz latent die Option des kritischen Hinterfragens besteht. Wohnqualität wird in der Stahlstadt von heute offensichtlich anders definiert, als es in den 60-er und 70-er Jahren des 20 sten Jahrhunderts hier üblich war. Mitsprache der Bürger ja, aber bitte ohne wirksame Einflussnahme auf wirtschaftliche Prozesse. Es regiert: der freie Markt. Was interessieren da letzlich Identifikation (insbesndere jüngerer Generatonen) mit der Stadt und Region? Identifikation wird wohl immer auch fest gemacht werden und somit erfolgen durch eigenes mitgestalten können und dürfen sowie gebraucht werden, aber schon letzteres hat ja so seine praktischen Tücken hierzuorte, wo sich ja nahezu täglich neue Unterhemen ansiedeln wollen, nur (leider) noch immer nicht zu sehen sind.
Also: warten wir es ab, den auch "Die Bahn kommt" ja schliesslich.

Kommentar veröffentlichen