Dienstag, November 27, 2007

Preisverdächtiger Herbst ?? Oder aus der Ferne betrachtet ist alls etwas anders

Einen "Preisverdächtigen Herbst" würde die Stadt wahrlich erleben, meint die heutige MOZ. Verdächtig ist es in jedem Falle schon, wenn so quasi aus heiterem Himmel ein so starkes Interesse an Eisenhüttenstadt als Wirtschafts- und Zukunftsstandort besteht. Da hat Hütte also offensichtlich in seiner "nach-aussen-Wirkung" mehr zu bieten als HartzIV und zunehmend mangelnde Bildungsangebote. Der Vor-Ort lebende nimmt diesen zunehmenden Mangel naturgemäss individueller und schmerzhafter wahr, als der aussenstehende - Abstand bringt die Dinge näher.
Das Wirtschaftsinteresse ist derzeit aber dennoch arg begrenzt, denn es sind zuerst produzierende Unternehmen, welche sich hier ansiedeln wollen und es auch durch emsig tun. Sie benötigen derzeit schon mehr oder minder dringend wenige aber dafür umso mehr hoch qualifizierte Mitarbeiter. Dem Ansiedlungsboom wird von daher nicht unbedingt ein Boom an neuen Arbeitsplätzen für die derzeitig arbeitsuchenden folgen. An genau diesen BürgerInnen könnte der "Aufschwung Hütte" somit aber vorbei gehen. Gebraucht werden Industrien, welche Arbeitskräfteintensiv sind und nicht von hoch spezialisierten sondern von hochmotivierten Mitarbeiteren dominiert werden. Das Zauberwort - der gängige Begriff - heisst hier Dienstleistungsgewerbe; CallCenter zum Beispiel.
Dienste zu leisten, scheint aber nicht nur in der Eisen-Hüttenstadt ein Problem zu sein, es ist vor allem in Deutschland offenbar ein Problem sich mit der Einheit vom Dienen und Leisten auseinander zu setzen und dabei gesellschaftliche Akzeptanz zu finden. Selbst dann, wenn am heutigen Tage nicht der von der MOZ erwünschte "erlösende Anruf aus Hamburg" im ostbrandenburgischen Stahlstädtchen ankommen sollte sondern im thüringschen Gera, selbst dann noch wäre die Option der Dienstleitungsstadt Eisenhüttenstadt ja nicht generell vom Tisch. Stadt und Leute hätten nur noch mehr Zeit sich darauf mental besser vorzubereiten. Üben können dabei selbst dienstleistende Unternehmen in Eisenhüttenstadt schon einmal : die Stadtwerke unter anderem, könnten es ja üben e-Mail-Anfragen von Bürgern und Kunden innerhalb von 4 Wochen zu beantworten statt zu schweigen und so manchem Mieter von EWG und GEWI fällt sicherlich auch etwas ein

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