Freitag, Dezember 21, 2007

Zwei Access-Welten - zwei Mantalitäten

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die InternetNutzer sind, wenn sie sich an der HotLine melden: Analog- und ISDN-Access'ler sind wesentlich relaxter als DSL-Access'ler.
Während die AOL User mit analogem oder ISDN-Zugang wesentlich gefasster und auch freundlicher reagieren, wenn es Probleme mit dem Zugang in die Welt der Virtualitäten geht, reagieren DSL-Nutzer doch recht oft dergestalt: "Mein Name und meine Adresse geht Sie überhaupt nichts an! Wenn Sie jetzt nicht sofort dafür sorgen, daß das Interent bei mir wieder geht, werden Sie mich kennenlernen. Sie haben mich gefälligst für voll zu nehmen! Sonst lernen Sie meinen Anwalt kennen! Und das Internet hat sofort wieder zu gehen, ist das klar??"
Eine solche Kundenreaktion ist eigentlich nur emotional nach zu empfinden, rational wohl kaum. Sie verrät aber eine ganze Menge darüber, wie Internet und dessen Nutzung von DSL-Usern wargenommen wird: Das hat eben immer zu funktionieren - egal was passiert - schnell hat es zu sein (was immer man auch als schnell empfinden mag). Daran hat man sich gewöhnt, es ist angenehm und fester Bestandteil des persönlichen Lebens geworden. Man lebt hier online, wenn dann das Online nicht geht, dann lebt man schon eigentlich gar nicht mehr.
Bei den relaxteren analog und ISDN-Usern, ist durchaus nicht ungewöhnlich, wenn sie auch bei dritten und vierten Anruf zum selben Problem, noch sagen: "Das Modem piept und pfeifft - aber ich komm nicht rein. Ich mach bestimmt was falsch, oder?"
Den meisten dieser Nutzer (egal was für ein Access sie in das Internet bringt) verbinden mit Internet die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Zugang und eMail aus einer Hand. So ist man es aus der Vergangenheit gewöhnt von AOL (und auch t-online). Bei AOL ist das nun Vergangenheit, denn den Zugang in das Internet erbringt die blonde Alice, die eMail kommt weiterhin von AOL - kostenlos.

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