Mittwoch, Januar 16, 2008

Totgesagt und lebt noch immer....

"Herzlich willkommen bei Alice." tönt es am Hörer.
"Alice? Ich wollte doch zu AOL?"
"AOL gibt es nicht mehr, die sind jetzt von Alice aufgekauft worden"
"Ich wollte mich bei Ihnen anmelden, die Kinder sind so begeistert von AOL und ich wollte nun auch Internet machen..."
"Ja da können Sie jetzt nur noch zu Alice wechseln, und die Kinder auch!"

Der Verlauf solcher Gespräche ist bekannt, es ist halt ein Miss-Verständnis, das da abläuft. Denn AOL gibt es noch, AOL expandiert derzeit sogar, nur eben anders als bisher gewohnt. Es ist Konsequenz und Ironie zugleich. Konsequenz, wenn man NetGain-Profit im Netz gelesen hat und konsequent weiter denkt und Ironie, wenn man bedenkt, welche Rolle der amerikanische Internetkonzern AOL bei dieser Art von Geschäft in der Vergangenheit gespielt und wie er selbst aktiv dieses Geschäft gestaltet hat. Er war (und ist sicherlich auch nun wieder) Pionier; und auch Pioniere werden irgendwann mal alt...
AOL lebt, wird auch weiterhin an der Börse gehandelt [WKN502251 und 886631], macht Geschäfte und Gewinne. Ist effizienter denn je, weil es das kosten- und betreuungsintensive Zugangsgeschäft abgegeben hat, somit die Weisheit des Tages bei Eisberg nicht nur berechtigt, sondern -in Betrachtung der oben zitierten Telefonate- sicherlich auch ein wenig Management-Blau-Äugig, denn wie schrieb George Walther: "Verkaufe alles, nur nicht Deine Kunden..."
Aber verkauft AOL wirklich seine Kunden? Oder sind es nur die immer noch falsch verstandenen und somit falsch wieder gegebenen Fakten an der Hotline und in vielen Foren im Web, die diesen Eindruck des Kunden-Verkaufens aufleben lassen?

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