Donnerstag, Januar 24, 2008

..und du kannst alt sein wie ne Kuh - Du lernst immer noch dazu!

Eine Einnahmequelle für deutsche Städte stellt die Hundesteuer dar. Wo aber informiert man sich, wenn es darum geht, einen vierbeinigen Freund anzumelden, damit letzlich die Stadt auch in den Genuss dieser Steuer kommt? Mir fiel (leider) zuerst die Webseite der Stadt ein. Eine Suche nach "Hund Steuern" ergab :


hmm? Es war nicht ganz das was ich suchte, aber dennoch fand. Auch in der Verwaltungsübersicht fand ich keinen Hinweis daruf, was hier zu tun sein würde. Im Impressum aber fand ich ja eine eMailadresse, an über welche mir kompetente Hilfe versprochen wurde.
Impressum gelesen - Anfrage gemailt - gewartet.
Die Antwort kam auch. Sie war freundlich formuliert und wies mich darauf hin, dass ich mit einem kleinen Hund in ein Zimmer und mit einem grossen Hund zusätzlich auch noch in jenes Zimmer in der Stadtverwaltung müsse. Was aber muss ich dahin mitbringen? Wir leben schliesslich in Deutschland, also: Den Hund? Welche Papiere? Welche Bearbeitungsgebühren? Meine Geburtsurkunde eventuell, oder eine Meldebescheinigung? Eine Genehmigung meines Vermieters gar?
Nochmals also: Fragen gemailt - gewartet...
Nach einigen Tagen schellte es heute an der Wohnungstür, zufällig war vormittags auch jemand da: Das Ordnungsamt der Stadt beehrte mich, denn bei uns lebe ja ein Hund und dieser müsse bei der Stadt angemeldet werden...
Statt einer aufklärenden und alle Fragen beseitigenden Antwort per eMail wurde ein Stadtdiener bemüht mich persönlich aufzusuchen. Für mich der Ehre zuviel, denn ich wäre eh morgen in unseren Kreml gewandert, um dort vorzusprechen. Oder ist dies vielmehr ein Indiz dafür, das in der deutschen Behördenlandschaft dem Medium Internet und der Kommunikation via eMail nicht all zu viel Vertrauen entgegen gebracht wird, trotz schöner Verheissungen und eGovernment-Conception?



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