Sonntag, Februar 10, 2008

Ein Stern versinkt - or the GDR is back?

Nachdem das AOL Geschäft in Europa durch die amerikanische Konzernzentrale entflochten worden ist und auf profitablen Contentanbieter reduziert wurde, steht gleiches noch im Heimatland USA bevor. Das Ende der Fahnenstange ist damit offenbar jedoch noch lange nicht erreicht.[ vgl Heise-News ]

Das Bundle Content+Access, welches den Erfolg des InternetPioniers weltweit ausmachte, ist für Kapitalanleger nicht mehr profitabel. Access bedeutet Service, vorhalten von technischen ebenso wie kaufmännischen Hotlines. Hierfür werden Menschen benötigt, die entlohnt werden wollen und damit zwangsläufig die Kapitalanlagerenditen schmälern. Im übrigen sind Technik Calls an der Hotline oftmals lang und mit "Missverständnissen" durchaus versehen. Hingegen erfordert Content "nur" die kaufmännische Betreuung der Kundschaft, verbunden mit relativ kurzen Hotlinecalls. Das Ergebnis sieht ein wenig nach DDR-Gegen-Planinitiative aus: "Weniger schaffen mehr" hiess es einmal in der sogenannten "Schwedter Initiative".

Damit ist es offenbar dann aber auch noch nicht getan für TimeWarner, denn der Contentmarkt ist inzwischen auch ein recht hart umstrittener und dicht besetzter. AOL wäre in Bälde sicher die Nummer drei weltweit unter den Grossen, wer aber will schon auf der dritten Stufe des Treppchens verweilen, wenn auch ganz oben ein Platz vorhanden ist? Eine "Hochzeit" im Contentbereich mit der Nummer 1 Google ist somit nicht nur nicht auszuschliessen sondern auch durchaus aus Kapitalanlegersicht wünschenswert.

Damit wäre dann auch "Weniger schaffen mehr" auf diesem Gebiet wieder einmal "auferstanden" was einst in Ruinen verwandelt. Oder es leben Totgesagte eben doch viel länger als erwartet

Kommentar veröffentlichen