Montag, März 10, 2008

Bewerbungen - Einladungen - Ablehnungen

Wer kennt diesen Kreislauf nicht? Marx nannte es zu recht und aus meiner Sicht völlig zutreffend: Prostitution. Denn was heisst prostituieren eigentlich? Ganz einfach anbieten - und hat somit zumindest dann nichts mit dem zutun, was wir allgemein assoziieren, wenn dieser Begriff mal fällt.
Täglich machen wir eigentlich nichts anderes als die Mitarbeiter im ältesten Gewerbe, über welches keiner reden will, aber irgendwie doch alle betreiben. Wir bewerben uns, stellen zur Schau, bieten uns damit an, betreiben also weitläufig eine gewisse Prostitution, manchmal erhalten wir Einladungen, was aber nicht zwangsläufig auch heisst, wir kommen zum Zuge und dürfen tätig werden. Selbst dann, wenn eine Einladung erfolgte und man tätig werden durfte, ist auch nicht automatisch garantiert, das für die erbrachte Leistung auch die erwartete Gegenleistung so kommt, wie man es erhofft hatte. Worin besteht der Unterschied zwischen dem über was kaum einer reden mag und dem was eigentlich ein jeder täglich mehrmals betreibt? Der Unterschied liegt einzig und allein darin, was wir anbieten, also zur Schau stellen, mit anderen Worten mit was für einer Dienstleistung wir uns bewerben.
Eine Einladung aufgrund einer Bewerbung, ist zumindest schon immer ein (Teil)Erfolg, man hat eine Fuss sozusagen in der Tür. Man ist zumeist total Happy und fängt an neue Pläne zu schmieden. Alles ist -so zu sagen- in Butter. Was aber wenn statt der Einladung eine Ablehnung kommt? Meist folgt Ernüchterung, eine gewisse Trauer, manch einer übt sich in Selbstzerfleischung [Du taugst nichts, nicht einmal die wollen was mit dir zu tun haben usw], wenn diese Reaktion die übliche auf seine Bewerbungen ist. Selten bekommt man ja auch den Grund für eine Ablehnung zu erfahren, zumeist heisst es immer: "Vielen Dank für Ihr Interesse und viel Erfolg im weiteren Leben." Aber es gibt auch andere Ablehnungen, solche die sogar Mut machen können, weil sie die derzeitigen Schwächen aufzeigen und damit eine Lösung des Problems beinhalten. Wenn man so eine Ablehnung mal bekommt, lohnt es sich sogar Pläne zu schmieden, denn man hat irgendwie die Chance einen Fahrplan zu entwickeln, wie es beim kommenden Male klappen könnte mit der Bewerbung. Solche Ablehnungen habe ich bisher aber nur sehr wenige auf meine recht zahlreichen Bewerbungen bekommen, wenn dann auch nur virtuell -also im Internet- in der realen Welt der Bewerbungen und Ausschreibungen erhält man solche Dinge leider so gut wie nie, um nicht zu meinen niemals. Das ist auch der hauptsächliche Grund, warum ich das hier mal erwähnen wollte und "Danke, liebe Teams von blog4mobile und Trigami" schreiben wollte. Mit solchen Reaktionen hebt Ihr euch nicht nur aus meiner Sicht positiv von der allgemeinen Masse ab, sondern bietet das was wir eigentlich immer auch von anderen erwarten: Fair zu sein, auch dann, wenn es mal nicht positiv sein wird, was wir dem anderen zu übermitteln haben

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