Montag, März 24, 2008

socialNetwork - Verbindungen immer noch

Es ist schon komisch, aber so spielt das Leben halt: Wir werden älter, nicht unbedingt immer klüger [...da steh ich nun, ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor...], denn das ist relativ. Die Schulzeit ist seit über 30 Jahren schon vorbei, der eine hat sich nicht nur vom Äußeren total verändert [Hey, woher kommt Dein Bauch, der war doch damals nicht da? - Du hattest aber schon einmal mehr Haare auf dem Kopf.], der andere eben weniger. Namen -sonst Schall und Rauch- bekommen plötzlich wieder Sinn und Gesicht.
Es war gestern das dritte Treffen in Folge, das organisiert worden ist und jedes mal sind andere dabei und einige eben nicht; Klassentreffen nennt man sowas im Deutschen. Man stellt nicht nur fest, was ist aus dem geworden und was aus jenem nicht - nein, die Welt ist offenbar doch nur ein Dorf. Nicht nur virtuell auch in der Realität. Die Lehrerin der Enkeltochter ist die Banknachbarin von damals, der früher ruhige Junge aus der dritten Reihe und dann ehemalige Hauswart der Eltern - nun Unternehmer, der in ganz Europa unterwegs ist. Spannend ist es , lustig ist - interessant eben.
Was hebt uns ab von anderen des gleichen Jahrgangs, was macht uns einzigartig? Eigentlich nichts, außer wir selbst, jeder für sich und dann alle zusammen in genau der Mischung von damals und / oder heute. Wir wissen viel von einander und wissen doch eigentlich auch nichts. Wir wurden älter in der Zeit seit dem, aber klüger damit nicht unbedingt, weil das ist relativ. Aber auch das älter geworden sein ist relativ - hier merkt man es vor allem an den Gesprächen und ihren Themen.

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