Dienstag, März 25, 2008

Wie kann es gehen - hat es denn Füße?

Es ist schon verwirrend in unserer Sprache: Ja es geht, sagen wir wenn wir meinen es funktioniert so wie wir es uns gedacht haben. [oder zu mindest dem sehr nahe kommt] Aber gehen, heisst doch fortbewegen mittels eigenen Beinen, oder? So zu sagen sich von einem zu einem anderen räumlichen Punkt hin zu begeben, will sagen seine räumliche Position im Verhältnis zu anderen Objekten zu verändern.
Es ist schon verwirrend und sehr seltsam, wenn wir auch dann noch von einem Wachstum in Deutschland sprechen, wenn es wirtschaftlich Bergab geht. Wir sagen dann sehr nett: Minus-Wachstum. Warum nennen wir das Kind nicht beim Namen?
Wir reden vom Arbeitgeber, wenn wir den meinen, der Lohn zahlen soll für Arbeit, die wir in seinem Auftrage leisten. Welche Arbeit gibt er? Wir reden im Gegenzug vom Arbeitnehmer, wenn wir den meinen, der Lohn gegen von ihm geleistete Arbeitsleistung tauscht. Welche Arbeit nimmt man in dieser wirtschaftlichen Position? Wäre es nicht korrekter, vom Arbeit leistenden zu sprechen als von einem Arbeitnehmer? Ein sogenannter Arbeitnehmer ist doch am Ende, Verkäufer in eigener Sache: Er verkauft eine Ware, die wir gemeinhin Arbeitskraft nennen. Wäre er nicht richtiger ein Arbeit-Verkäufer und der, welcher die geleistete Arbeit verwertet und dafür Lohn zahlt ein Arbeit-Aufkäufer? So würden wir es doch etwas korrekter darstellen, das Verhältnis: Arbeit-Lohn-Wert von Arbeit.
vielleicht wäre das dann wieder zu einfach und könnte von zu vielen verstanden und durchschaut werden, wenn wir solcherlei in unserem Sprachgebrauch klarer wiederspiegeln würden. Es wäre, gemessen an den täglichen Gegebenheiten, nicht so verwirrend. Und das geht eben offenbar nicht, denn es hat ja wohl keine Füße

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