Samstag, April 12, 2008

Faszination: Service und Familien Metropole Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt mausert sich immer stärker zur Service-Metropole Brandenburgs. Eisenhüttenstädter Services sind unschlagbar. Schon beim Eintreffen mit dem DB-Regio aus Richtung Berlin oder aus dem Spreewald ist der von Fern Kommende Service-Begeistert. Die Wartehalle des Bahnhofes schliesst pünktlich um 17:00 Uhr und auch sonst empfängt ihn Gastlichkeit pur: Ein Abrißgebiet.
Auch Weltoffen ist die Gemeinde am Oder-Strande und gelegen am Oder-Spree-Kanal. Hier kann jeder eine Fahrkarte kaufen, wenn sie ihn nur wegführt von hier. Hinaus also nach Berlin, Hamburg, München oder Köln und noch viel weiter. Nur mit der Rückfahrkarte klappt es von hier aus noch nicht, aber ist man erst einmal ausserhalb der Stadt, so ist die Sehnsucht nach dieser sicherlich auf Kaffebesuche zu Omas Geburtstag beschränkt. Und Oma kann man zum Geburtstag ja auch eine Fahrkarte schenken und die beinhaltet dann eine Reise von Eisenhüttenstadt nach: Berlin, Hamburg... - also hinaus aus der Stadt.
Eisenhüttenstadts Vermieter tun viel, damit man sich wohl fühlen kann in der Stadt. Sie erhöhen die Mieten, wenn es mal von den Wänden in die Wohnung tropft - schließlich bekommt man ja Wasser gratis und fließend dann aus Wand. Auch sonst sind die Vermieter-Mitarbeiter ganz wild und besessen auf Service und Dienstleistung am Mieter - Kunden: An Abmachungen kann man sich nicht immer erinnern; Nun ja es gibt leider auch Krankheiten, die sind schon interessant, jeden Tag lernt man neue Leute kennen und alle sind sehr nett....
Familienfreundlich ist die Stadt nun wahrlich sehr: Kaufland und Co haben bis 22:00 Uhr geöffnet. Na, da können die Kleinen doch noch lange shoppen, denn die Ämter machen rechtzeitig um 18:00 Uhr zu.
Nein der Service und die Familienfreundlichkeit Eisenhüttenstadt's sind - Brandenburg sei Dank - sprichwörtlich und auch aus dem Munde der Potsdamer Staatskanzlei zu vernehmen. Nicht umsonst wurde der Stadt im vergangenen Jahr der Titel:
Familien- und kinderfreundliche Gemeinde verliehen. Familienfreundlich sind die Züge der DB-Regio, die heir ankommen und enden und wieder hinaus fahren. Die Kinder können auf der Zugfahrt wahrlich toben und tollen, es ist genug Platz im Zug. Und auch sonst, man in der Stadt politisch engagiert und es ist sehr freundlich, wenn man sagt: "Es ist unverständlich, warum man sich so viele Kinder anschafft" _ Ja, das sind sehr liebe Grüsse aus dem Büro der Landtagsabgeordneten.
kein Szenenwechsel:
Roman Herzog ist in den vergangenen Tagen als "zündelnder geistiger Brandstifter" bezeichnet worden, nachdem er in der Bild Zeitung sagte:"Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern." Ich befürchte, Roman Herzog hat hier nur einen sehr wunden Punkt in unserer Gesellschaft angesprochen. Anders kann ich die schon genannten Worte aus dem Mund der Büromitarbeiterin nicht verstehen. Anders kann ich die neuen Services in Eisenhüttenstadt nicht begreifen, denn sie zielen alle auf eine alternde Gesellschaft hin, nicht auf eine dynamisch-junge Gesellschaft. Initiativen wie "
Du bist Deutschland" sind hierzulande leider nötig. Städte müssen mit Titeln wie "Familien- und Kinderfreundliche Gemeinde" werben. Ein solches Prädikat sollte aber eigentlich selbstverständlich sein, denn Kinder sind unsere Zukunft, nicht nur wegen einer drohenden Renten- und Generationsescalation. Wer sagt "Es ist unverständlich, warum man sich so viele Kinder anschafft", der wird nach seiner Aussage auch Roman Herzog als "geistigen Brandstifter " sehen, der sieht in den neuen Services in der Stadt Eisenhüttenstadt auch unverkennbare Fortschritte. Ja eben, "Vorwärts immer - und Rückwärts nimmer" - auf zur Grabesstille in der Stadt

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