Donnerstag, April 24, 2008

Foto per Telefonleitung

Wenig bekannt sein dürfte, daß es in den 80-er Jahren bereits die ersten funktionstüchtigen "Bildtelegrafiegeräte" im DDR-Innenministerum gab, die nach gleichem Funktionsmuster arbeiteten, wie das heute bereits mehr oder minder ausgediente Fax.
Diese Geräte übermittelten ebenfalls wie ein Faxgerät, punktweise Bildvorlagen per Telefonleitung, die auf der anderen Seite der Leitung dann punktweise wieder zusammen gesetzt worden sind. Diese Geräte waren auch in der Lage, Vier-Farb-Grafiken [Rot-Gelb-Blau + Schwarz] zu übertragen. Da das empfangende Gerät nur über die reinen Farben verfügte, waren auch nur die reinen Farben darstellbar und somit keine Farbnuancen übermittelbar. Für die Übertragung hierfür wurden vorzugsweise Vierdrahtleitungen genutzt, die die gleichen Qualitätsmerkmale aufwiesen, wie sie für Datenfernverbindungen notwendig waren. Interessant ist aber hierbei, das der genutzte Frequenzbereich gleich dem war, wie er für die Sprachübermittlung also herkömmliche Telefonie genutzt wird.

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