Samstag, Mai 31, 2008

Karl der Käfer wurde (schon) nicht gefragt

erklärte uns schon 1983 die Gruppe Gänsehaut. Damals war es für uns Menschen noch recht harmlos, da Karl der Käfer mit seiner Heimat, dem Wald, ja einer Strasse aus Teer weichen mußte, auf der dann Käfer aus Blech und Stahl fahren sollten.
Die Betroffenen [oder gar auch die Kunden?] wurden von der T-Com auch nicht gefragt, als es offenbar galt Nutzerdaten zweckentfremdet zu (be)nutzen. Datenschutz ist in der Bananen Republik Deutschland offenbar nur auf dem Papier vorhanden. Recht und Gesetz einzuhalten, gilt wohl nur für die, die "am Ende der Nahrungskette" ihr Dasein verbringen; wer in Vorständen sitzt, macht sich seine Moral und Gesetze hierzulande gern selbst . Es lässt sich eben alles verwenden und das nicht erst seit dem 01. Januar diesen Jahres, was es an Verkehrs- und Bewegungsdaten bei Telekommunikationsunternehmen gibt. So gesehen ist wahrscheinlich die Vorratsdatenspeicherung die Legalisierung dessen, was zuvor schon gängige Praxis war. Auch ohne Stasi funktioniert das. Effektiver und wirtschaftlicher als zuvor sogar. Die nun an die Öffentlichkeit gelangenden Fakten und Tatsachen beweisen es: Die in TK-Unternehmen angesammelte Datenmenge ist wirtschaftlich äußerst interessant, nicht nur zur Bekämpfung des Terrorismus, wie es die Deutsche Politik gern behauptet. Datenvermeidung ist das eine, das andere die Aufbewahrung von Daten: Nicht so lange wie möglich, so lange wie nötig sollte die Devise sein.

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