Donnerstag, Juni 12, 2008

märkische Sandbüchse mit Vorzügen

Am Wochenende beginnt er: der "Hüttenstädter KonzertSommer2008". Die Freilichtbühne wird nun wieder zum Freiluft-Kulturhaus der Stahlarbeiter Stadt. Es beginnt die Zeit, in der an jedem Wochenende eine neue Fete die des vorherigen Wochenendes zu übertreffen versucht. Dabei sind sie irgendwie doch alle gleich gut.
Über den Grand Prix mit Energie geht es dann auch schon in die Feriensaison und am Ende des Sommers trifft sich die Welt wieder in Hütte - drei Tage ist die Stadt dann nahezu grosstädtisch belebt und vom Verkehrskollaps Heim gesucht. Noch merkt man von alledem nichts oder nur sehr wenig. Noch ist das Städtchen verschlafen im ostbrandenburgischen Spätfrühling-Frühsommer und die Wiesen vor und zwischen den Wohnbauten sehen aus wie Teile einer Steppe. Sie dürsten nach Wasser, ebenso wie die Bäume und Sträucher, das seit Wochen nicht mehr vom Himmel fällt. Warum also bis in die Weiten Russlands fliehen, wenn die gleiche karge, trockene Graslandschaft unmittelbar vor der Haustür zu betreten ist? Märkische Sandbüchse eben. Ungerecht ist das ganze schon. In anderen Teilen Deutschlands ertrinken ganze Landstriche im über
fliessenden Himmelsnaß und hier würden nur wenige Liter davon schon kleine Wunder tun. Die Wettergötter lassen uns hoffen, in den kommenden Tagen wird auch hier wieder Regen erwartet.
Andererseits ist es nahezu ideal: die Freiluftkultur-Saison hier am Oderstrand kann davon nur profitieren, den ehe man im badischen Amphibientheater ertrinkt, geniest man doch lieber auf der hüttenstädter Freilichtbühne Kultur pur.

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