Mittwoch, August 06, 2008

Bist du arm - dann werde kriminell??

Gelernt haben Sie offenbar nichts - warum auch? Schliesslich muß auch ein Landkreis Oder-Spree nichts lernen, ein Landkreis ist immer im Recht und macht auch nie Fehler. Logisch oder? Nach dem folgenden Erlebnis, könnte man den betreffende Sachbearbeiter des Amtes für Grundsicherung des Landkreises Oder-Spree in der Aussenstelle Eisenhüttenstadt sicherlich wenigstens "Anstiftung" unterstellen, wenn nun das betreffende junge Paar, um die vier Kinder mit Essen zu versorgen, Nahrung per Diebstahl "erwerben" würde oder -wie in der Nachbarstadt Frankfurt / Oder vor einiger Zeit geschehen- verhungern lassen würde. Schuld wären dann selbstverständlich nur die Eltern, weil die ja die Obhutspflicht und für Nahrung zu sorgen haben. Diese Pflicht haben die Eltern auch dann, wenn ihnen von amtswegen alle finanziellen Zuschüsse der Grundsicherung verweigert werden. Auch Ersuchen der Kindesmutter, um ein persönliches Gespräch zur Problemklärung dürfen selbstverständlich von der zuständigen Sachberarbeiterin mit den Worten "es ist kein Gespräch notwendig, schließlich ist im zugegangenen Schreiben alles unmißverständlich beschrieben und wenn etwas zu klären sei, dann schriftlich" abschliessend beantwortet werden. Man macht es ja im Amt, da hat man Macht und wer Macht hat, dem macht es auch nichts, diese weidlich zu gebrauchen. Klar, schriftlich ist im besagten Landratsamt und dem Amt für Grundsicherung immer gut und geht dort ja auch rasend schnell: Ich warte auf eine Antwort zu einem Widerspruch auch erst 2,5 Jahre.
Vielleicht, so müßte man im besagten Amt sicherlich nun mal nachfragen, ob die Aufbewahrung der Kinder in einer Kühltruhe empfohlen wird (vergleichend zu Ereignissen in der Stadt Cottbus), da könnten sie sich ja derweil bis zur endgültigen Sachverhaltklärung und Problemlösung frisch halten, oder?
Nein, offenbar hat man aus Ereignissen der jüngsten Vergangenheit im Brandenburgischen nichts gelernt und ist dazu auch nicht bereit. Sicher, die jungen Eltern haben Fehler -welcher Art die auch immer sein mögen- gemacht, aber durch Verweigerungen dieser Art (klärenden Gesprächen im Amt etc), werden die betroffenen hilfsbedürftigen Personen in zusätzliche psychische Konflikte getrieben, denen sie am Ende meist und allein nicht (mehr) gewachsen sind. In ihrer Situation dann werden strafrechtlich relevante Handlungen provoziert, die natürlich nur sie, als Betroffene zu verantworten haben, denn ein deutsches Amt ist unfehlbar, exakt und hat immer Recht. Wer die Macht hat, hat offenbar auch immer noch keine Probleme damit, diese Macht weidlich zu gebrauchen. Wer Macht hat, dem macht es offenbar nichts aus, wenn andere durch seine Handlungen eventuell zu Verzweiflungstaten getrieben werden. Es macht halt nichts, man macht es ja im Amt und da ist man ja unfehlbar mächtig

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