Donnerstag, August 21, 2008

der Mond hat Speichen,ist grün und macht tut-tuut ...

Man fühlt sich da irgendwie verschaukelt. Am Ende ist man demotiviert, von Qualitäts- und Leistungsbereitschaft wird dann wenig zu merken sein. So geschehen vor wenigen Tagen.
Bei einem war es die Oma, die 70 Jahre alt wurde, bei dem anderen die Nichte, die nun zur Schule kommt. Beide Mitarbeiter leisten genau die selbe Arbeit, gehen der gleichen Tätigkeit nach. Sie sind Kundenbetreuer. Der eine ist in der Früh- und der andere in der Spätschicht - sie lösen einander ab und wollten Ihre Schichten miteinander tauschen. So trugen sie ihr Anliegen dem Vorgesetzten vor. Die Antwort kam nach wenigen Minuten: "Aus produktionsorganisatorischen Gründen ist ein Schichttausch nicht möglich!" Beide sahen sich stumm an
Mir gefällt ja schon einmal der Begriff "produktionsorganisatorische Gründe" - ich würde es ja noch schnöde mit Schichtplanung umschreiben, der mit "produktionsorganisatorisch" ist doch aber schon irgendwie genial. Genial daneben ist für mich, dass es aus Gründen der Planung ein und eine halbe Woche vor dem beabsichtigten Schichttausch nicht möglich ist, einen solchen - recht einfachen Akt - auch zu realisieren, damit zwei Mitarbeiter "glücklich und zufrieden zu machen", statt wie nun geschehen, eher zu demotivieren. Ein Kindergartenbeispiel? Mitnichten - es ist ein von vielen täglichen Ereignissen in "freundlichkeitssensiblen" Dienstleistungsbereichen wie dem Kundenservice, durchaus gängiger Umgangston und ~prozess. Kein Wunder also, wenn dann im Service beim Kunden auch ankommt: "Lieber Kunde, der Mond hat Speichen, ist grün und macht tut-tuut...."

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