Mittwoch, August 20, 2008

moderne Indianer und ihre Häuptlinge

Lohnt sich eigentlich das Arbeiten noch? Wäre es für das gesellschaftliche [auch Politik(er) genannt] wie wirtschaftliche Management nicht effektiver, arbeitende Menschen zu ersetzen durch besser und perfekter funktionierende Robotoren?
Schliesslich könnten wir Menschen ja den Fehler machen und mitdenken sowie Fragen stellen, wir werden vielleicht auch einmal krank - Schlimmer aber wäre noch: im Kundenservice könnten wir im Sinne des Service entscheiden:
"Service heißt, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen"
Axel Haitzer
Ist ein E-Business- und Marketing-Experte.
geboren 09.08.1959 in Bad Tölz (Bayern), Deutschland
Gerade das zuletzt genannte, in Deutschland in Perfektion [wo wir doch sonst so gerne Perfektionisten sein wollen] unvorstellbar. Service? - Ja natürlich, perfekt sogar, aber....
Wann wird Service eigentlich als Service vom Kunden wahrgenommen? Wie müssten Servicemitarbeiter täglich drauf sein, damit sie wirklichen Service erbringen? Schlecht gelaunt? Geplagt von Sorgen um die eigene Existenz? Reichen da Stundenlöhne unterhalb der beinahe magischen 7,50 Euro - Marke? Tägliche Arbeitszeiten von 4 bis 6 Stunden und Arbeitswege von bis zu 3 Stunden, dienen die der Motivation?
Im boomenden Sektor CallCenter der deutschen Servicelandschaft weht derzeit ein sehr rauer Wind. Gewinnoptimierungen bei den Auftraggebern - egal ob sie Deutsche Telekom heissen, Hansenet oder anderswie - nutzen nur kurzzeitig dem nach Profitmaximierung lechzenden Aktionären. Auf Dauer dürfte der schlechter werdende Service und der Rückfall in Arbeitsbedingungen des 18. und 19. Jahrhunderts dazu führen, dass keine Kunden mehr diesen Service in Anspruch nehmen wollen und kein Mitarbeiter bereit und in der Lage ist, wirklichen Service zu erbringen. Dann würde gewiss auch die Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree in diesem Falle (bittere) Wahrheit werden.

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