Samstag, August 02, 2008

that`s: the same procedure

"Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare..." hiess es früher einmal, vor allem in Steuer- und damit Geldangelegenheiten.
Ab nun ist damit Schluß, frohlockt derzeit die Bundesfinanzverwaltung und beschert uns Deutschen von der Geburt bis 20 Jahre nach unserem Ableben eine einheitliche Steueridentifikationsnummer. Von nun an also nicht mehr nur Formulare - nein auch eine einheitliche personenbezogene Kennung. Hatten wir schon mal? Hatten wir schon mal! Das Ding nannte sich Personenkennzahl und war zu Zeiten der DDR gültig. Nein, sagt das Bundesfinanzministerium - ist nicht so, das ist neu und dient [im Gegensatz zur DDR PkZ] nur der Verknüpfung und Vereinheitlichung von Steuerdaten.
Ja genau nur Steuerdaten. Was sind schon Steuerdaten, fragen sich Rentner, Kleinkinder [die sowieso], HartzIV-Geldempfänger usw denn: "ich zahle ja nichts von dem". Wirklich? Kein Einkommen? Kein Geld vom Staat? Keine Rente? Kein Kindergeld? usw.. All diese Daten [und freilich noch mehr aus dem Bereich der erzielbaren Einkommen] ist hiermit und hierüber verknüpfbar, damit ermittelbar und nun auch verfolgbar.
Sicherlich, die Bürokratie wird damit in vielen Punkten abgebaut, der Bürger wird noch gläserner als er ohnehin schon derzeit ist - und bisher bewegt sich alles im gesetzlichen Rahmen. Noch! Nur, wer wird auf die Verknüpfungen Zugriff haben, wer wird im Rahmen von Amtshilfeverfahren (stiller) Mitnießer der Ergebnisse sein und / oder werden?
Und gibt es noch keine einheitliche Rentenversicherungsnummer, über welche bereits Sozialdaten verknüpf~ und einfach auswertbar sind? Ist die Rente kein einkommen? Ein wahrlich Schelm, wer arges dabei denkt.

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