Montag, September 08, 2008

Stell dir doch mal vor ....

Da flatterten uns vor einigen Tagen zwei Karten ins Haus - DIN-A-lang Format mit einem Datum drauf: 28.09.2008 - Kommunalwahlen eben.
Ja 5 Jahre sind wohl nun vorbei und so wird der noch hier verbliebene Souverän, das verehrte wahlberechtigte Volk, zur Urne gerufen, um seine Kommunal-Apostel zu küren. Wen aber soll man nun auserwählen?
Auf dem Wege zur Arbeit und auch auf jenem Wege von dort zum heimischen Herd zurück, erblicke ich täglich auf Pappe gebannte und an zahlreichen Laternenpfählen festgeknüpfte stadtbekannte kommunalpolitiktreibende Gesichter. Von CDU und SPD bis hin zu BVFO und Linke - alle wollen sie wohl wieder dabei sein. Ein wenig olympisch im Geiste vielleicht, denn nicht unbedingt ganz vorn und das Feld beherrschend, aber dabei auf jeden Falle doch. Damit mir die Qual der Wahl nicht all zu sehr schwer fällt, mache ich mich auf virtuellem Wege durch den Dschungel der kommunalen Angebote: bei BVFO und Linke finde ich derzeit nichts [offenbar wissen beide noch nicht, wen sie nun ins olympische Kommunalwahlrennen schicken wollen]; bei der SPD Namen, die nicht Schall und Rauch, aber eben auch nicht in bester persönlicher Erinnerung, und bei der CDU ist der jüngste Kandidat gerade 45 Lenze alt. Sind wir hier wirklich schon im Altenheim?
Gut, es sind noch 20 Tage Zeit, bis ich mich entscheiden soll, aber da es ja ein Umtauschrecht bei Nichtgefallen und nicht Funktionsfähigkeit hier nicht gibt, würde ich schon gern genauer wissen wollen, auf wen ich mich da einlassen soll. Und in Abwandlung des Christa Wolf Satzes auf der Demo am 04.11.1989 auf dem Berliner Alex, stelle ich mir dann eben schon mal vor, es wären Kommunalwahlen und keiner ginge von zu Hause weg oder alle gingen sogar mal hin und machten es, wie bis zu jenem Tage im November1989 auch hierorts üblich: Stimmzettel ungelesen falten und dann in den Kasten

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