Donnerstag, November 06, 2008

Sparkasse: Machen Sie (also) Ihr Sparschwein zum Mehr(bezahl)schwein

Sparkassen sind kommunale Finanzinstitute - Ihr Kundenstamm dürfte wohl eher der sozialen Schicht der Rentner, Hartz-Empfänger und geringfügigen Verdiener entstammen, als der besser Verdienenden. Darum lassen sich die Sparkassen auch immer mal wieder etwas einfallen, für die besser Verdienen freilich und auch für die weniger gut betuchten aber (be)zahlenden Kunden.
So hat die Sparkasse Oder-Spree auch die geniale Idee, die Kosten für die Kontoführung zu senken, auf "0"-Euronen, wenn: 1200 Euro monatlich Haben-Umsatz verbucht werden; wenn nicht, dann kostet das Konto 3,30 Euro Strafe. [weil Du so wenig Geld für Deinen Job bekommst, bekommst Du eine Strafe, böser Sparkassenkunde!] Als OnlineKonto versteht sich - nicht als "Geschäftstellen-Typ-Konto", das kostet nun 5,90 Euro.
Dabei bietet das so genannte "Geschäftstellen-Typ-Konto" mit Namen "Classic-Konto" Dienste wie: e-Mailnewsletter [bekommt man die eMails dann am Schalter ausgedruckt überreicht, wenn man als solcher Kunde gar keine e-Mailadresse hat?]; 50 Frei-SMS via Webseite [kann man die am Schalter dann schreiben, wenn man kein Internet hat und auch nicht weis -.als z.B. 75 Jahre junger Senior - wie das mit dem Internet so geht?] - während für Leute, deren Thema "das Internet ist" diese Leistungen in den 3,30 Euro nicht enthalten haben, sollte Ihr monatlicher Haben-Umsatz unter den besagten 1200 Euro liegen. Derzeit kostet das Onlinekonto 2,50 Euro im Monat ohne diese Newsletter- und Frei-SMS-Leistungen, auf die man sicherlich - gerade als geringfügig Verdienender- auch verzichten kann. Kundenbindung nennt man diese Gebühreninnovation wohl, denn die Sparkassenkunden sollen schliesslich das finanzielle Risiko tragen, das die "Rettungsschirme für die Finanzwirtschaft" kosten.
Ja, wenn`s um`s Geld geht - Spar(dir diese)Kasse....

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