Donnerstag, August 27, 2009

offene Fragen...

Eigentlich ist es doch recht interessant: Max Reimann im ersten Deutschen Bundestag zur Begründung der Ablehung des Grundgesetzes durch die KPD:

„Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben!“
Nun gut, es sind nicht unbedingt Kommunisten, die das Grundgestz derzeit verteidigen, gegen jene, die es damals angenommen haben. Aber: War der Mann Hellseher???

Interessant auch, dass man offenbar kein offizielles Dokument des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 1949 im Internet findet, in welchem eine solche Rede von Max Reimann erwähnt oder gar dokumentiert wird. Die Frage darf dann wohl gestellt werden: Hat die Bundesrepublik Deutschland es so sehr nötig, Teile der eigenen demokratischen Entwicklung und Geschichte, nach 60. Jahren Deutsches Grundgesetz in diesem Jahr, zu verschweigen, indem diese Teile nicht öffentlich gemacht werden und somit dem "Gedächtnis der Menschen" in diesem Lande entzogen werden sollen? Wenn ja - warum wohl? Wenn nein - warum werden diese Dokumente dann nicht veröffentlicht?

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