Samstag, März 27, 2010

Eine wirklich saubere Angelegenheit (?)

In den 80-iger Jahren sprach vor allem das amerikanische Militär von Neutronenkrieg [nur Human- aber kein oder nur geringer Sachschaden] als sauberen "Krieg".
Heutige "Kriege" sind offenbar noch viel sauberer - sie nennen sich zum Beispiel schlicht und unverfänglich "Stadtumbau Ost". Die Entwurzelung von Menschen, die "Produktion von Heimatlosigkeit" findet hier planmässig statt wie in einem Krieg: der dortigen Bevölkerung wird der gewohnte Lebensraum planmässig genommen, eine direkter "Humanschaden" ist nicht vorhanden [denn durch den Abriss der entvölkerten Wohnungebiete selbst stirbt niemand unmittelbar], ein "Sachschaden" entsteht auch nicht, da die gesamte Aktion ökonomisch und politisch genau so gwollt ist. Siedlungsraum wird systematisch vernichtet, punktgenau und sehr dediziert ist dies möglich.
In unserer heutigen Zeit bedarf es weder konventionell noch nuklear geführter Kriege - entvölkerte Lebensräume schafft man auch mit sogenannten "Stadtumbaumassnahmen".

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