Donnerstag, Februar 16, 2012

vom Sterben der Dino-Telkiger

"Die Dinosaurier wurden mit der Zeit immer trauriger und schliesslich starben sie aus." Das war vor einigen Jahrmillionen, oder gar noch länger ist das her.
Irgendwie haben sie den Zug wohl verpasst die Telko-Dinos dieser Welt: Google, Facebook und Co werden immer satter (wenn man von Sättigung überhaupt sprechen kann, wenn es um börsennotierte Unternehmen geht) während die Lieferanten und Betreiber der Datenautobahnen davon offenbar nichts abbekommen. Es ist halt wie im Strassenbau des Nichtvirtuellen: Wer die Strasse baut oder bauen lässt, hat meist wenig vom darauf rollenden Verkehr, außer den Kosten für die Strassenunterhaltung. 
Richtig dumm läuft es derzeit für die Telkos, wenn es um Service in der digitalen Welt geht: Die Apps und deren Anbieter verderben ihnen das neue Massengeschäft im Service mit dem Kunden. Aber auch sonst, beweisen die Telkos im Umgang mit dem Vertrags-Kunden nicht gerade, dass sie "up-to-date" sind.
Versuche mal einer bei T-Com, 1&1 und Co zu kündigen, zum Beispiel weil er umzieht. Richtig lustig wird es, wenn ein Kunde dies macht und der Telko-Anbieter am neuen Wohnort kein Netz besitzt. Wenn dann noch hinzukommt, dass der alte Vertrag noch eine Restlaufzeit besitzt wirds TOP: Es gibt Knete für den Dino, selbst auch dann noch, wenn Null-Leistung zu erbringen ist / oder erbracht werden kann. König Kunde darf erst raus aus dem Vertrag, wenn er entweder Ablöse (in der Regel dann 5 bis 6 monatliche Grundgebühren, auch wenn der Vertrag nur noch 2 oder 3 Monate läuft) zahlt oder eben bis zum Rest der Laufzeit löhnt und im Gegenzug keine Leistung akzeptiert. 
Wirtschaftlich mag dieses Vorgehen ja nachvollziehbar sein, kundenfreundlich und vertrauensbildend wohl weniger. Das Sterben zögert sich so auch nur heraus. Vertrag hat auch etwas mit "vertragen zu tun", aber wer will sich schon vertragen, wenn er für Null-Leitung zahlen soll: Wenn der Kunde seinen Teil des Vertrags nicht erfüllt und nicht zahlt, "verträgt sich der Dino" nicht. Der Kunde aber soll es tun, wenn der Dino nicht leistet

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