Samstag, April 28, 2012

Von entzürnten Göttern, solaren Arbeitsbienen und dem kleinen deutschen Amazon

Nach der Chipfabrik-Pleite kamen sie in die Region, die solaren Produzenten. Steuergelder lockten sie her und verhießen auch reißenden Absatz ihrer Produkte in Deutschland. Sie, die Steuergeschenke, weckten Hoffnungen bei vielen. Auch bei jenen, die in den Solarfirmen Arbeit und somit Lohn fanden. So manch einer von denen die Beschäftigung fanden, war dann nicht mehr bei jenen zu finden, die von Hartz IV Almosen leben mussten und die von Bundesaussen Guido als "dekadent lebend" betitelt worden sind.
Als nun die Quelle der Solar-Steuergeld-Geschenke versiegte, weil unter anderem das Geld des deutschen Staates  für die notleidenden und in unerträglicher Armut lebenden Banken dringendst benötigt wird, zogen die Götter des solaren Produktionsolymp in Ostbrandenburg die Notbremsen-Reißleine: "Keine Steuergeschenke - also keine Arbeit mehr". Von wirtschaftlicher [also Profit abwerfender] Produktion hatte man von dort auch zuvor nie etwas wirklich vernehmen können. Warum auch? Politik und etablierter Medienkungel machten sie hoffähig, eine "hurra-wir bauen weiter" Meldung hetzte die nächste.  Da kam kaum jemand auf die Idee zu hinterfragen. Es kam aber auch kaum jemand auf die Idee, rechts und links des solaren Olymps zu schauen, was denn da noch so gedeiht an Neuem und an Dienstleistern. 
Die Götter verlassen nun den solaren Produktionsolymp in Ostbrandenburg. Die Dienstleister rechts und links des Olymps versuchen zu bleiben. Würden sie auch sehr gern, wenn sie hier wachsen könnten. Dazu aber brauchen sie Menschen, die bei ihnen ihr Tagwerk zu tun bereit sind. Aber dies bisher auf dem solaren Olymp zu tun, war natürlich verlockender. Das hier erzielte Honorar, im Volksmund auch Arbeitslohn genannt, war natürlich üppiger. Das üppigere Honorar wird es bald nicht mehr geben, denn wie schon bemerkt, die sonnenenergetischen Götter sind entzürnt und verlassen den Olymp "made in Eastbrandenburg". 
Die jung gesprossenen Dienstleister suchen mehr oder weniger schon "Hände ringend oder besser flehend" weitere Arbeitsbienen. Einer von ihnen heute in der MOZ mit halbseiter Anzeige. Für so manche bisher solare Arbeitsbiene, kann dies eine neue Chance darstellen: "Wechsel vom Solarolymp zu Germany Klein-Amazon". In der Hoffnung, dass die Dienstleister finden was sie suchen und somit bleiben. Damit Handel und Wandel hier wachsen und gedeien, wie einst zu Zeiten der alten Hanse. In der noch immer Hansestadt Frankfurt (Oder)

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