Samstag, Mai 19, 2012

Ein Gutschein - sollte (G/g)ut sein :: Erfahrungen bei #getgoods #amazon und Co

Gutscheine sind ja so eine Art "Verlegenheitswährung", wenn man nicht bezahlen will oder kann oder einem nichts anderes einfällt. Zumindest bei Geburtstagen und anderen Konsumgutverschleuderungsanlässen wird das gern so gehandhabt.
Ein Gutschein kann aber auch anders sinnvoll genutzt werden:
Als Mittel den Kunden zum "Wiederholungstäter"  im (online) Handel werden zu lassen. Manchmal aber kann damit auch erreichen, dass der Kunde überhaupt erst einmal "Täter" sprich Kunde wird und nicht auf Dauer ein gewollter-eventuell-mal-später-Kunde bleibt.
So gibt es Onlinehändler (nicht nur) in unserer Region, die Gutscheine bei Anmeldung zum Newsletter ausloben und dann auch verteilen. Bei Bestellung eines Artikels reduziert sich dann durch Einsatz des Gutscheines der zu zahlende Geldbetrag, um den Wert des eingesetzten Gutscheines. Was aber passiert bei diesen Händlern, wenn die Bestellung storniert oder widerrufen wird? 
Bei Amazon bekam ich den Gutscheinwert meinem Kundenkonto automatisch gut geschrieben. Bei meinem nächsten Amazoneinkauf muss ich also entsprechend weniger löhnen. Eine völlig andere Erfahrung machte meine Frau bei getgoods: Weil der Händler eine bestellte Ware nicht liefern konnte, stornierte der Händler die Bestellung. Der Gutschein für die Newsletteranmeldung wurde jedoch mit dem Storno der Kundin nicht erstattet. Zwei Unternehmen - zwei Erfahrungen
Bei "Tante-Emmas-Laden" berichtete ich schon von einer anderen Art von Gutscheinerfahrung. Auch hier: zwei Unternehmen -zwei Erfahrungen. Die andere Erfahrung machte ich in den vergangenen Tagen mit Gutscheinen von "wir-kaufens.de". 
Bei diesem brandenburgischem Unternehmen kann man für den Verkauf von alter Consumerelektronic als Gegenwert Gutscheine erhalten, die dann bei getgoods eingelöst werden können. Eine sinnvolle und interessante "Regionalmarketingidee" fand und finde ich. Nur hat diese Idee für den Kunden so ihre Tücken. So stellt wir-kaufens.de für jeden verkauften Artikel einen separaten Gutschein aus. Damit ist der Mindestwert eines Gutscheines 0,30€. Verkauft man zum Beispiel 10 Geräte zu diesem Wert, so bekommt man 10 entsprechende Gutscheine zu 0.30€ statt einen zu 3€. Nach Auskunft des wir-kaufens-Kundenservice, ist man dort von den Prozessen her nicht in der Lage, diese Minigutscheine zu einem sinnvollen Gutschein zusammen zu fassen. Der Kunde kann ja drei Gutscheine in einer getgoods-Bestellung einlösen, meinte man dort. Leider wusste offenbar von dieser Möglichkeit getgoods nichts. Denn bei einer Bestellung kann man dort immer nur einen Gutschein einlösen. Das bestätigte zumindest der getgoods-Kundenservice als auch die getgoods-Verkaufsabwicklung im Onlineshop.
Einen solchen "Gutscheinerlebnis-Prozess" fand ich dann doch ein wenig suboptimal und intervenierte bei getgoods und wir-kaufens.  Aus Kulanz, wie es hiess, war dann eine Zusammenlegung mehrerer Gutscheine bei wir-kaufens möglich. Als Kunde jedoch, wünsche ich mir diese "Kulanz" als Standard. 
Amazon und aus meinem Erleben auch der VNR legen die Latte der Kundenerfahrungen und somit Ansprüche etwas höher. Gutscheine sind auch beim Kunden nicht mehr nur "Verlegenheitswährung" - sie sind durchaus ein Gut. Das ist eigentlich sogar für beide Seiten gut

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