Mittwoch, Dezember 05, 2012

nullprozentshop - und so wird dann fast eine Mogelpackung draus...

Im September war ich noch vollkommen begeistert vom Service auf nullprozentshop.de : Das GT-6802 für Raten unter 20 Euro und mit einer wirklich perfekten Verkaufsabwicklung. Aber wie der Teufel so will...
Genau dieser Teufel steckt halt im Detail und das bekommt König Kunde erst nach dem Kauf zu sehen resp. zu spüren. Was "Vertieb" auch bedeuten kann, bekommt der Kunde am Besten dann zu spüren, wenn ein Partner Namens Bank mit im Spiel ist. 
Banken in Deutschland (oder Europa??) sind - so lernten wir ja in den vergangenen zwei Jahren - die wirtschaftlich tätigen Einrichtungen, die das Geld Ihrer Kunden verprassen dürfen und sich dann auf Kosten der Allgemeinheit mit staatlichen Mitteln - also Steuern - retten lassen. Wenn das dann noch nicht ausreicht, schliessen sie Bündnisse mit Händlern, um Kunden - vorrangig natürlich Steuern zahlenden - Kreditverträge anzubieten. Diese Kreditverträge hält man bewusst so, dass der den Vertrag abschliessende Kunde diesen Vertrag bei Abschluss des selbigen möglichst nicht so versteht, wie Ihn die Bank dann nach dem Abschluss gedenkt auszulegen.
So teilte mir die den Kredit ausreichende Bank, die Hanseatic Bank, am 29.September 2012 mit, dass man am 31. Oktober 2012 die erste Rate in höhe von 19,94 Euro per Lastschrift einziehen werden. Genau das entsprach auch dem, was mir der Shop in der Verkaufsabwicklung offeriert und dem ich zugestimmt hatte. Am 30. September 2012 - also wenige Tage danach- bekam ich ein Schreiben der Bank aus dem hervorging, das ich eine Leistung "Sicher Portemonnaie" zu 30 Euro abgeschlossen hätte (was ich nicht hatte) und ich zum 15. des jeweiligen Monats immer 30 Euro einzuzahlen hätte. Andernfalls werde der Betrag in Teilzahlung umgewandelt. Ich war zwar etwas verwirrt, aber schaun ma mal, dachte ich.
Entgegen dem Schreiben der Bank vom 29.September wurde am 31. Oktober nichts eingezogen. Dafür bekam ich am 05.11. einen Kontoauszug vom 31.10. zugestellt, in dem man mir mitteilte, dass am 05.112012 "vereinbarungsgemäß 39,94 Euro" eingezogen werden. Vereinbarungsgemäß 39,94 Euro? Vereinbarungsgemäß wären es 19,94 Euro zum 31.10.2012 gewesen, also schlappe 20 Euro weniger. Immerhin wäre das eine komplette monatliche Rate gewesen. 
In dem heute zugegangenen Kontoauszug dann, teilt mir die Bank mit, dass sie am 05.12 wiederum "vereinbarungsgemäß 30,48 Euro" einziehen wird. Also noch einmal : Vereinbart und laut Schreiben vom 29.09. bestätigt waren 19,94 Euro, zu den heute eingezogenen 30,48 Euro ein Unterschied in Höhe von 10,54 Euro. Das macht in beiden Monaten einen Mehrbetrag vom 30,54 Euro. In den Kreditunterlagen fand ich bisher jedoch keinen Passus, dass ich "vereinbarungsgemäß mehr zu zahlen habe als im Angebot beschrieben"
Zumindest nach diesen Erlebnissen, erscheint die perfekte Kaufabwicklung im nullprozentshop.de bei mir wie eine Mogelpackung. Oder ist etwa der Muttershop notebooksbilliger.de so billig, dass er seine Kunden verkaufen muss: Nämlich für Dumm??
Eigentlich würde ich gern versuchen, den Kauf rückabzuwickeln. Das wäre aber stressiger, als hier davon zu berichten, was passiert und in der Sache noch passieren wird

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