Samstag, Februar 23, 2013

alle Theorie ist grau - schnelles Internet (nicht nur) in #Eisenhüttenstadt

Wenn ich der heutigen (Print)Ausgabe der MOZ Glauben schenken darf - und das mache ich einfach mal - so regt sich Unmut auch in den sogenannten gut versorgten Breitbandstadtteilen der Stadt. Alles andere hätte mich zu diesem Thema eigentlich auch gewundert. 
Das Problem ist (nicht nur in Hütte) eigentlich ein vollkommen hausgemachtes der TK-Anbieter und Ihres Marketing-Gedöns. Mal ein Beispiel: Theoretisch könnten bei uns im Haus alle 100 Mbit via Kabel bekommen. Die Primacom bietet genau das als verfügbar für jeden im Hause an.  Sollten praktisch genau das nun alle tun (wollen), so müssten sich entweder 70 Mietparteien 100 MBit teilen (was denn auch die praktische Regel ist) oder aber man müßte (vereinfacht gesagt) 70 mal 100 also 7000 MBit als Anschluß für das Haus quasi zur Verfügung stellen. Aber genau das letzt genannte ist technisch mit der gegenwärtigen Infrastruktur unmöglich, um es nicht utopisch zu nennen. Da nicht alle 70 Mieter zeitlich gleichzeitig die gesamte Bandbreite in Anspruch nehmen (auch technisch nicht), ist es durchaus im Bereich des möglichen Zufalls, dass es passieren kann, das man somit wirklich mal zufällig 100 MBit bekommt. Da ja etwa 3 MBit in der jüngsten Vergangenheit als Minimum immer anlagen, kann ich mich somit ja fast schon als Gewinner sehen, denn rein rechnerisch wären 1,4 bis 2 MBit in etwa die Regel dessen, was bei jedem im Hause ankommt. 
Das gesamte Procedere gleicht somit durchaus mehr einem Lottospiel, als einer zuverlässigen Versorgung. Klar, das Beispiel ist sehr vereinfacht, aber es zeigt den eigentlichen Schwachpunkt: Die "Zuleitungen" zu den Häusern / Wohngebieten sind nicht darauf ausgelegt, dass jeder der Wollen will auch praktisch wirklich die volle Leistung erhalten wird. Denn: Wollen wollten derzeit beinahe 100 Prozent derer, die auch wollen könnten. Und jeder will wenigstens mehr als 6 MBit, denn die neuen Verträge geben das her und versprechen auch mehr

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