Freitag, April 12, 2013

#Eisenhüttenstadt: Kinder- und familienfreundlich? - Ich nenne es Diffamierung, was hier passiert

Es ist mir schon klar und wurde uns ja auch schon so bestätigt, jedoch bei einer Gegenüberstellung konnte sich die betreffende Person natürlich an nichts mehr erinnern, dass eine allein erziehende Mutter von vier Kindern in Eisenhüttenstadt nur eine OT¹: "asoziale Schlampe" sein kann. Vor allem, wenn die  OT¹: "faule Hure" dann auch noch von Hartz IV lebt. 
Die Stadt Eisenhüttenstadt bekam vor einigen Jahren den Titel "Kinder- und familienefreundliche Gemeinde des Landes Brandenburg". Auf diesen Titel ist man durchaus zu Recht stolz. Und man könnte es wahrlich sein, wenn in der Praxis eben allein erziehende Mütter mit mehreren Kindern nicht unbedingt gegenteilige Erfahrungen machen müssten. 
Das oben bereits zitierte - und aus meiner Sicht nicht nur diffamierende und erniedrigende - Vokabular von angestellten Dienstleistern des städtischen Vermieters GeWi ist damit nur eines von vielen Gegebenheiten der letzten Jahre, die wir live in der Familie erleben durften. 
Damit jedoch nicht genug. Eine Mutter mit vier Kindern, das geht schon gar nicht in einer Stadt, die sich gern als der Mittelpunkt der brandenburgischen Freundlichkeits-Vorzeige-Welt wähnt. Da werden die minderjährigen Kinder der Mutter auch schon mal bei Spielen fotografiert und die Bilder dem Vermieter als Beweis der Untragbarkeit dieser Personen vorgelegt. Selbstredend bekommt die Mutter vom Vermieter kein Recht auf die Bilder zugestanden. Aus Gründen des Datenschutzes -  wie man meint. 
Das die Generation der Erbauer dieser Stadt, mittlerweile in die Jahre gekommen ist und im Durchschnitt sich im Alter von 70 bis 80 Lenzen befindet, ist durchaus ein Markenzeichen für dieses Stadt. Aber hat man deswegen auch zugleich das Recht, den noch in der Stadt verbliebenen der Enkel~ und Urenkelgenerationen permanent nachzustellen, sie auf Schritt und Tritt zu überwachen und ihr Tun und Lassen zu dokumentieren? 
Sucht die junge Mutter das Gespräch mit den sich in ihrer Friedhofsruhe gestört fühlenden Hausbewohnern, so gehen diese weiter und reagieren nicht. Man hört ja halt in dem Alter so schlecht, da kann das schon mal passieren, das man es nicht mitbekommt, wenn man angesprochen wird. Aber man kann immerhin sofort danach eine Beschwerde an den Vermieter verfassen, mit der Forderung, diese Unperson aus der ehrwürdigen Gemeinschaft des Hauses auszuschließen. 
'Diese assi Göre mit ihren Bälgern hat hier auszuziehen - Und sie als Vermieter sorgen dafür. Klar?'
'JAWOHL ! Liebenswerteste und ehrwürdige Vertreter der  heroischen Erbauergeneration!'
So wird die Mutter aller 2 bis 3 Jahre zum Umzug gezwungen, weil sie sich mit den Kindern ja nicht einzugliedern bereit ist in die "Ehrenwerte hinter den Gardienen fotografierende und dokumentierende Hausbewohnerschaft". Kann es der verantwortlichen und für dieses Wohngebiet zuständigen Mitarbeiterin  des Vermieters nicht mal in den Sinn kommen, dass bei derartigem Stalking und Umgang weder die Mutter noch die Kinder zur Ruhe kommen können? 
'Stalking? Na, wenn sie damit nicht einverstanden sind, dann wehren sie sich doch gegen die anderen Hausbewohner!'
Wehren? Beim Vermieter glaubte man bisher nie den Einlassungen der jungen Mutter. Was nicht sein darf, weil es ja nicht in das heilige Bild der kinderfreundlichen sozialen Stadt passt, das kann ja nicht sein. Und was nicht sein kann, weil es nicht sein darf, darüber wird nichts öffentlich gemacht. Und was nicht öffentlich ist, das ist auch nicht vorhanden.

Bisher ....

¹ OT: originalTon

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