Donnerstag, April 11, 2013

Wenn die alltägliche Änderung des Datums schon zur unerträglichen Reform wird.....

"Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält eine Rentenreform zur Vorbeugung gegen Altersarmut für unnötig: “Das Thema Altersarmut wird überschätzt” " ¹
so eine der TOP-Meldungen des heutigen Tages. 
Eigentlich verwundert mich diese Schlagzeile nicht. Warum, so frage ich mich, sollte denn auch ausgerechnet dieser Herr auch irgend eine Reform für notwendig halten?
Hundt ist Jahrgang 1938 und somit selbst eigentlich schon längst in einem Alter, in welchem der gemeine Durchschnittsbürger Rente bezieht. Trotz seines somit jugendlichen Alters von nur 74 Lenzen ist er "noch immer zu Gange". Vielleicht bezieht Herr Hundt ja noch kein oder nur ein sehr geringes Ruhestandsgeld, weshalb es ihn unmöglich ist, von seinem Amte zurück zu treten. Anderes ist mir jedenfalls, seine beinahe permanente Ablehnung von Reformen im Bereich der Sozialleistungen nicht zu erklären. 
Für eine Managementkaste wie sie Hundt vertritt, ist es sicherlich schwer zu begreifen, das die Welt sich weiter dreht und dabei offenbar zunehmend nicht mehr ihren Spielregeln zu folgen bereit ist. Lobby ist in Deutschland eben TOP und Veränderung jeder Art ist eben HOP.
Mit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Managementkaste àla Hundt werden wir Veränderungen in Deutschland wohl kaum erleben. In diesen Kreisen finden ja täglich schon zu viele Veränderungen in Lichtgeschwindigkeit statt: Das Datum ist täglich ein neues - Stress pur eben


¹ siehe unter anderem:
http://www.mittelstandcafe.de/arbeitgeberpraesident-hundt-thema-altersarmut-wird-ueberschaetzt-850749.html/

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