Montag, Juni 17, 2013

Bücher lesen digital - nun wieder eine Lust statt Last

Bücher lesen - nachmal ist es Pflicht. In der Schule dann gar eine grausige, denn die pflichtgemäß zu lesenden Bücher, sind eventuell nicht das, was man selbst gern lesen wollen würde. Anders und ebenso grausam kann es sein, wenn man den Sinn dessen nicht nachvollziehen kann, was man liest. Wenn man nur Buchstaben aneinander zu reihen vermag. Das Wort dahinter aber einem sich nicht erschließt. Zum Beispiel...


Mich plagen derzeit weder das eine noch das andere dieser Grausamkeiten. Bücher lesen - es ist geradezu eine Lust. Wieder entdeckte Lust.
Nicht, weil ich keine Bücher oder Zugang zu ihnen hätte, habe ich lange Zeit nicht in Büchern gelesen. Ich vermochte es, die Buchstaben nicht mehr zu erkennen. Trotz  Lupe  als zusätzliche Lesehilfe, zusätzlichem Licht und ... Es machte keinen Spaß so zu lesen, es war nun eher eine Art Stress.
Anders, mit den Möglichkeiten eines eBook-Readers. Hintergrundbeleuchtung und frei wählbare Schriftgröße sind die beiden wesentlichen Dinge, die mir nun erneut die Entdeckungsreise in die Welt der Bücher lustvoll ermöglichen. Egal was für Bücher es in den vergangenen Tagen waren: Leseproben, die neu-gierig machten, Kindle-eBooks aus dem Hause Amazon oder auch eBooks als pdf-Version wie jene von Raoul Yannik.  

Nein, ich verwende kein Kindle. Ich nutze nach wie vor auf meinem Laptop, dem Tablet und dem Smartphone die kostenlose App von Amazon, um eben zu lesen. Der als Kauf oder wie auch immer vollzogene eBook-Erwerb gelang mir bisher ohne Probleme. Es sei denn Autor oder Verlag hatten etwas gegen das digitale Erleben am Lesen. Gespeichert in der Cloud, konnte ich auf die Bücher bisher auch immer zugreifen. Egal wann und wo ich wollte. Mit wenigen Ausnahmen: ich hatte an dem gewählten Ort weder WLan noch eine 2~ oder 3G-Verbindung. Das aber kommt immer seltener vor.
Ein Buch, wenn es dann aus dem Kindle-Fundus kam, auf dem Laptop angefangen konnte so am Smartphone weiter gelesen und am Tablet schließlich vollendet werden. Bei pdf-Books war das so nicht möglich. Jedoch auf einem Gerät gelesen, konnte ich auch nach schließen des Readers, beim nächsten Male genau an der Stelle weiter lesen, an welcher ich zuvor aufhörte. Ohne Eselsohr rein knicken oder Lesezeichen rein setzen. Die App schlägt das pdf-eBook an dieser Stelle dann allein wieder auf. 

Geplagt von großem Energiehunger aber ist sie diese App. Zumindest auf meinem Tablet. Und noch einen weiteren Nachteil musste ich nun ausmachen: Wer mit der App liest, kann auch dann bei Amazon keine Kindle-Bücher ausleihen, wenn er Primemitglied ist. Die Ausleihe gelingt dort nur, mit einem Kindle selbst und auch nur dem "Haupt"Konto des Primemitglieds. Mit dem Konto als Einschränkung ist für ich noch nachvollziehbar, aber der "Zwang" zum Kindle als alleiniges Lesegerät nicht so ganz. Inwieweit dann eine App wie die der OnLeihe, das auf meinen Lesegeräten zu komprimieren vermag, wäre noch zu ertesten.
Bücher lesen, zur Entspannung und Erholung sowie als Alternative zum TV-Programm-Konsum. Letzteres ist seit Jahren eher eine weitere mediale Grausamkeit unserer Zeit. Für mich jedenfalls. Bücher lesen, die den Leser auf Entdeckungsreise nehmen, damit das Aneinanderreihen von Buchstaben Worte ergibt, deren Sinn man dann versteht. 

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