Freitag, Juni 28, 2013

durchaus eine (un)endliche Geschichte

Was ist eigentlich Arbeit? Wann arbeite ich eigentlich und wann bin ich nur einfach tätig? Gehört auch Bloggen - also das Schreiben hier und an diversen anderen Stellen - für mich zur Arbeit? Webmaster Friday stellte gestern die Frage: Wie ist Dein Blog-Workflow? Ja braucht man da 'nen Plan? Ich mein, Workflow, das hört sich doch zumindest planmäßig an. Ein wenig wie Cashflow.
In der Regel ist es ja so, dass hier die Gedanken aus meinem Kopf entlassen werden, die eh darin herumschwirren und einfach nur raus sollen. Das ist Ziel dieses Blogs. Diese Gedanken geben ja eh keine Ruhe und ich habe eben genau diese Ruhe somit auch nicht. Bis zu jenem Moment: Wenn die Gedanken raus sind. Man sagt, dann sind sie wirklich frei, die Gedanken. Aber welcher Gedanke, kann heute in Deutschland, in Europa noch wirklich frei geäußert werden?
Ich lese in den vergangenen Tagen - eigentlich sind es ja nun schon Wochen - wieder sehr viel. Ich muss, ich will auf andere Gedanken kommen und entspannen. Beim Lesen kann ich das. Und das was ich dabei denke, was ich beim Lesen gedacht habe, also das, was in Summe mir so durch den Kopf dabei ging, lasse ich dann raus: Hier in diesem Blog.
Ähnlich bei den Produkttests. Was ich mache oder gemacht habe an und mit dem einen oder anderen Gerät. Was ich dabei denke oder gedacht habe, die A-HA und O-HO-Effekte, das versuche ich einfach in Worte zu fassen und eben raus zu lassen. Hier in diesem Blog. Aber ist das schon ein Workflow? Und dann auch noch meines? Machen es andere anders?
Von Francis Bacon stammt wohl das Zitat:
Lesen macht vielseitig, Verhandeln geistesgegenwärtig und Schreiben genau.
Merkt man das auch bei mir? Ich mein, bin ich in diesem Blog genau? Trifft also das hier geschriebene Wort den ursprünglichen Gedanken aus meinem Kopf?
Ich lese dann das Geschriebene, um genau das zu prüfen. Und dabei denke ich dann erneut. Neue Gedanken spuken in meinem Kopf. Auch sie wollen, sollen raus. Wie kann ich den Gedanken besser beschreiben? Also in Worte oder besser gar in geschriebene Bilder fassen? Ich schlage nach. Nicht nur bei Shakespeare. Vor allem bei Google und Co. Versuche zu unterlegen, auch hier und da zu belegen. Zu verlinken. Ist das dann schon recherchieren? 
Ich lese noch einmal. Lese alles dann manchmal auch laut. Rede mit mir. Ist das geschriebene Flüssig? Ist es schlüssig? Verstehe ich es nun selbst? Habe ich genau das auch zuvor gedacht? Waren das meine Gedanken? Oder ist es nur ein Teil davon? 
Ist das dann auch schon arbeiten? Oder ist es nur ein einfaches tätig sein? Ist das alles bereits ein Workflow?
"JA"? Ich kann es nicht sagen und nicht als allgemein gültig verkünden. Ich mache es eben einfach so und nenne es bloggen 

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