Mittwoch, Juni 19, 2013

(ge)lesen: Midlife-Crisis @raoulyannik

Dank Kindle-App und eBook im pdf-Format konnte ich es lesen: Midlife-Crisis von Raoul Yannik.
Gefunden habe ich das Buch nicht bei Amazon im Kindle-Shop. Auch bei anderen online Händlern war es nicht verfügbar. Leider, sage ich mir nun, denn  es wäre durchaus interessant, auch hier noch mehr Bücher von Raoul Yannik zu finden. Ich kam also zu diesem Buch, wie die Jungfrau zum Kinde: unbefleckt in der Empfängnis. 
Und wie so oft zuvor, entpuppte sich die unbefleckte Empfängnis als wahrer Lustfaktor beim Lesen und beim Erfahren. Zum ersten durfte ich erfahren., dass es da diese Community bei Google gibt, in welcher Autoren ihre Bücher vorstellen, bereitstellen zur Besprechung, Verbreitung etc. Zum weiteren konnte ich erneut erfahren, das Schreiben und Lesen zwar recht einsam getätigt werden aber keines jemals einsam macht. Wenn der Stoff und die Sprache des Schreibers zu fesseln vermag. Raoul Yannik vermochte es bei mir.

Mit 50 ist das Leben bereits im Wesentlichen gelaufen. Du schaust zurück und fragst Dich: Ähm, wie jetzt, war es das nun? Wo sind all die Indianer hin?  
Bist Du 18 und hast Deine selbstverständlichen 30 Jahre Berufserfahrung, dann bist Du nicht nur heiß begehrt. Privat wie im Beruf.  Meist fehlen Dir in diesem Alter nur die 30 Jahre Berufserfahrung. Somit scheidet der Beruf dann eben oft aus, beim heißen Begehren. Hast Du diese Erfahrung, dann bist Du eben keine 18 mehr. Eher 50 oder so drum herum zumindest. Meist ziert dann die Stelle des ehemaligen Waschbrettbauches eine Begräbnisblase von Hopfenkaltschale und anderen Köstlichkeitsrückständen. Und auch das Haupthaar hat sich ein wenig gelichtet. Somit ist das heiße Begehren dann zumindest privat nicht mehr das, was es einst zu sein vermochte. Alles gute ist eben nie beisammen. Klar. Aber dennoch, diese SinnCrisis kommt. Eben zumeist dann, Mitten in den 50ern - naja auch schon Ü45ern.
Fest machst Du diese überraschende Erfahrung zumeist am Thema Nummero:1, dem  wohl Hauptthema seit Menschengedenken: Sex-Sells. Und wie es dann passieren kann, was Dir dann alles so geschehen kann, wenn es um Dich geschehen ist. Raoul Yannik erzählt es. Und am Ende fragst Du vielleicht auch Dich: Welcher erotische Gedanke, ist eigentlich zu schmutzig, als das er nicht wenigstens einmal gedacht werden sollte. Frauen, zumindest die angetrauten, sehen das dann sicherlich anders. Aber, um hier auch mal den Marx, also den Karl, zu versuchen: Nichts menschliches ist uns doch fremd, oder? 

Midlife-Crisis @raoulyannik - es war für mich kurzweilig und in gewisser Art fesselnd.  Mit einem gehörigen Schuss Erotik des männlichen Ü45-er Alltages

Kommentar veröffentlichen