Sonntag, Juni 09, 2013

Notbremse gezogen - vom Arzt verordnete Auszeit

Am Donnerstag der vergangenen Woche war es fast soweit: Wenn der Körper sich überfordert fühlt, nimmt er sich sein Recht auf Auszeit. Gezogen hätte ich  freiwillig die Notbremse nicht, denn es ist derzeit zu viel zu tun. Gezogen hat sie daher unsere Hausärztin: Ohne Pardon. Diesmal aber wehrte ich mich nicht. Ich war in diesem Moment zu müde.
Ausschlafen und mich ausruhen soll ich. "Geh in den Garten" so riet man mir.   Neben dem Ausschlafen, mache ich auch das. Mit den beiden Vierbeinern und auch ohne. Was aber ist dann mit dem Kopf? Der arbeitet - jedenfalls bei mir - weiter. Der Kopf und "das da drinnen" will keine Ruhe geben. Unbarmherzig sind sie, die Gedanken. Auch sie wollen raus. Um Ruhe zu bekommen, lass ich sie dann eben auch raus - gebannt in Bit und Byte. Bekomme ich dann aber auch Ruhe? Es rücken ja immer wieder neue nach. Kaum ist einer raus, schon  kommen auch wieder neue. Wo verdammt kommen die nur mit einem Male alle her? 
Müde machen sie jedenfalls und lassen mich schlafen, wann immer ich schlafen will. Ich kann es ja nun so einrichten, wann immer ich auch müde bin.  Gärtnern - Fotos machen - Lesen - Schreiben - Schlafen. Ist denn ärztlich verordnete Auszeit zwingend immer Müßiggang? Gibt es derartige Erholung immer nur im Gar-Nichts-Tun? Und vor allem: Wie tut man eigentlich so ein Gar-Nichts?


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