Montag, Dezember 02, 2013

(ge)lesen: Glücklich ohne Geld @Raphael Fellmer

Eigentlich ist es ja so, dass ich den, der das Geld erfunden hat, steinigen sollte. Warum? Na, weil es immer viel zu wenig ist und am Ende des Geldes ständig so viel Monat bei uns übrig bleibt. Aber wen geht es da nicht ebenso?

Dabei können wir uns eigentlich - zumindest wenn man das Ganze global betrachtet - wirklich nicht einmal beschweren. Aber das ist dieses Wort schon wieder: eigentlich - Und wir tun es, obwohl wir es nicht brauchten, durchaus also wider besseren Wissen.
Es soll ja auch anders gehen, so erfuhr ich vor einigen Tagen. Ohne Geld leben, so war zu lesen, soll durchaus auch bei uns in Deutschland möglich sein. Wie jetzt? Ohne Geld? Klar - "Hotel Mama & Papa" oder "sponsored by Grandma" dachte ich. Die ganze Story in einem Buch - kostenlos sollte dieses Buch auch noch sein. Nur bei Amazon, war es dann im Kindle-Shop auch wirklich so.
Ein wenig Idealismus ist schon dabei, was Raphael Fellmer da berichtet, erlebt und macht. Ein Jugendtraum eben - frei nach: "Lebe Deine Träume". Dennoch ganz unmöglich scheint es mir dann am Ende doch nicht. Zumindest mit weniger von unserem ständigen MEHR. Nicht nur notgedrungen, sondern eben und vor allem auch bewusst und freiwillig. Veränderung beginnt ja immer auch im Kopf und zwar im eigenen - bereits beim Be-Denken. Wir sollten es künftig einfach nur anders tun, als wir es zumeist heute noch machen. Mit Abstand, der die wirklich wichtigen Dinge uns dann näher bringt oder uns sogar erst einmal erkennen lässt. In dem wir eben letztlich global denken.

Fellmer stellt in seinem Buch "Glücklich ohne Geld" durchaus überzeugend und sehr glaubwürdig da, wie er zu dieser, seiner Lebenshaltung kam. Wie und wodurch diese zu eben genau seiner Haltung wurde und nicht nur einfach Traum und Idee blieb. Eine Reise nach Mexiko kann eben auch anders als im Flieger gemacht werden. Auch wenn diese Reise dann nicht unbedingt gewöhnlich ist, ist sie doch in jedem Falle nachhaltig und auch alternativ.
Themen und bei uns bereits praktizierte Aktionen / Initiativen wie Foodsharing, Lebensmittelretten und Umsonstläden sind interessant und ein durchaus guter Anfang. Aber eben auch nur ein Anfang und nicht mehr. Vielleicht reicht es bei dem einen oder anderen Erdenbürger auch schon, Glück ein wenig anders zu definieren - eben weniger materiell

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