Mittwoch, Dezember 04, 2013

Getgoods - Allet wird jut und beim nächsten Mal machen wir et janz anders

Nun hat ja auch der Rest der getgoods-Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Anders zu erwarten, war es leider nicht. Wie auch sollten sie letztlich auch überleben, bei ausschließlicher Fokussierung auf nur einen Kunden, das Mutterhaus?
Für mich ist das letztlich nur einer von vielen Fehlern, die zur Insolvenz der gesamten Gesellschaft geführt haben. Neben der generellen Idiotie, sich im wesentlichen über den Umsatz zu finanzieren (was soll bei permanenten Kampfpreisen übrig bleiben? Aber GEIZ ist so geil) wird es sicherlich auch noch zahlreiche andere handwerkliche, will sagen kaufmännische, Fehler gegeben haben. Diese jedoch heute und hier gar vollzählig zu benennen oder zu analysieren obliegt mir nicht. Das Thema ist auch sehr komplex und, um es mit Fontane zu sagen: Ein weites Feld.
Auffällig ist für mich jedoch hier eines gewesen und geworden: Kommunikation, die sieht wohl anders aus. Insbesondere den Kunden gegenüber in Zeiten von SM und Web2.0  Wo war in diesem Zusammenhang das SocialMedia Team von getgoods auf G+? auf Twitter? bei Facebook? im Blog? Seit dem 13.11.2013 ruhte absolut still der See - die Mannschaft war offenbar komplett abgetaucht. Man verfuhr wohl lieber frei nach dem Motto: Steht ja eh alles in den Medien. Kopf in den Sand - und keiner sieht uns? Ach ja, FAQ wurden erstellt, die dann auch online zu sehen waren. Im Shop. Heute tauchte man zumindest bei Facebook nun wieder auf. Onlinehandel ist vor allem vertrauensbasierter Handel, da lässt man keinen Kunden allein.
Wozu also dienten die gesamten SM-Aktivitäten zu vor? Der glaubwürdigen Kommunikation mit dem Kunden, wobei Kunde und Unternehmen auf gleicher Augenhöhe? Nach diesem Abtauchen wohl kaum. Oder doch einfach mal nur eine "modernisierte online Berieselung" der Kunden? Aus Fehlern kann man lernen. Beim nächsten Mal wird dann alles besser.
Beim nächsten Mal?

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