Samstag, Dezember 21, 2013

getgoods - Was ist ein Kunde wert ?

Vertrauen ist es, was Kunde und Verkäufer im online Handelsgeschäft vor allem (ver)bindet. Schließlich kann man unmittelbar bei Kauf die Ware nicht eingehend persönlich prüfen. Obendrein muss man sich, bei Vorkasse besonders, auch noch in Geduld fassen bis die bestellte Ware korrekt geliefert worden ist. Was aber, wenn, wie im Falle getgoods.de, der Anbieter dann kurz vor Weihnachten auch noch Insolvenz anmelden muss? Geld ist weg,  Ware kommt nicht - Vertrauen?
So einigen Kunden dieses Shops und denen von hoh.de sowie handyshop.de ging es so. Und das generelle Problem bei Insolvenzen ist ja bekanntlich, dass Forderungen der (ehemaligen) Mitarbeiter und Kunden am Ende gar nicht oder nur sehr spärlich befriedigt werden. In jedem Falle aber erst, wenn sie sich lange Zeit in Geduld übten und oftmals 3 oder mehr Jahre gewartet hatten.
Egal wie die Kommunikation in der Zeit nach Anmeldung und vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelaufen ist, derzeit versucht man wohl einiges anders zu machen in der Wertstellung des Kunden. Der Nachfolger und getgoods.de - Erwerber Conrad, mit der eigens für diesen Deal gegründeten Get-it-quick GmbH, lehnt sich nun recht weit aus dem Fenster und überrascht durchaus positiv: Durch die Insolvenz geschädigte Kunden bietet man einen Deal, der sich äußerst positiv liest: 50% der verlorenen Warenwertes kann dem Kundenkonto gut geschrieben werden und obendrein noch einen 10% Rabat-Gutschein für einen online Einkauf bei Conrad selbst. Ob der Kunde im Gegenzug nun auch auf eine Anmeldung auf Befriedigung von Forderungen aus der Insolvenzmasse verzichten muss, ist bisher nicht kommuniziert worden. Die Frage aber steht durchaus und wurde z.B. von Caschy bereits gestellt.
Dennoch, wie ist das Vertrauen zurück zu gewinnen, das erst einmal verloren gegangen ist? Ausreichen wird diese Aktion allein nicht. Aber ein Anfang kann sie sein

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